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	<title>Written Soap &#187; Niko Papadopoulos</title>
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	<description>ganz normaler Alltag ...</description>
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		<title>Interview 001 &#124; Sabine Poppel</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 09:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; In unserem  heutigen und ersten Interview von &#8216;Promi Kult&#8217;, der renommierten Zeitschrift für alle B, C und eventuell auch D Promis, stellen wir die einzigartige und wunderbare Sabine Poppel aus der WrittenSoap vor. Reporter:  Zuerst einmal ein ganz großes Dankeschön, dass Sie sich heute für uns Zeit genommen haben und auch ein ganz ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_475" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://writtensoap.com/wp-content/uploads/Poppel_Main01.png"><img class="size-full wp-image-475 " title="Sabine Poppel" src="http://writtensoap.com/wp-content/uploads/Poppel_Main01.png" alt="Sekretärin der Hahn und Winter GmbH" width="260" height="465" /></a><p class="wp-caption-text">Illustriert von Antonius Papadopoulos</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>In unserem  heutigen und ersten Interview von &#8216;Promi Kult&#8217;, der renommierten Zeitschrift für alle B, C und eventuell auch D Promis, stellen wir die einzigartige und wunderbare Sabine Poppel aus der WrittenSoap vor.</p>
<p><strong>Reporter:</strong>  Zuerst einmal ein ganz großes Dankeschön, dass Sie sich heute für uns Zeit genommen haben und auch ein ganz ganz großes Dankeschön für Ihre Spontanität, Frau Poppel. Sagen Sie, wie sind Sie zur WrittenSoap gekommen?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Also, ich war in einem Pariser Café, als plötzlich ein Prinz auf einem weißen Araber-Hengst angeritten kam und mich mit Rosenblättern überworfen hat. Er meinte dann, dass mein unerträglich langweiliges Leben endlich zu Ende sei und wir auf ewig zusammen im Showbusiness vereint sein werden und er bereits die erste große Rolle für mich hat. Ich in WrittenSoap mit Jennifer Aniston, Leonardo DiCaprio und Maryl Streep.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> äh &#8230;</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Ich war auf einem beknacktem Casting&#8230; wie denn sonst? Das war total peinlich dort. Es gab warmes abgestandenes Wasser im Wartebereich und Karamellbacken. Karamellbacken! Nicht mal die paar Cent mehr wollten die für richtige Toffifees ausgeben &#8211; nein, Karamellbacken. Also ich war ja kurz davor wieder zu gehen, aber ich dachte mir, bei den ganzen abgeranzten Dauerharzern, die da ihr Glück versuchen, ist es mir doch ein leichtes ne Rolle zu ergattern.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Beim Casting selbst, Frau Poppel, wie genau ist das abgelaufen? Hatten Sie Spaß dabei? Was mussten Sie tun?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Nein, ich hatte keinen Spaß dabei. Das Casting an sich hat so eine fürchterliche, schrullige Tunte geleitet. Der hatte so einen Michael Jackson Hut auf und ne große Hornbrille und kam sich total geil vor. Dann hat er immer so geschaut als wüsste er genau was er tut und hat einen auf &#8216;ich bin so besonders&#8217; gemacht. So ein richtiger Trottel mit übersteigertem Selbstwertgefühl. Todpeinlich. Auf jeden Fall bin ich rein gekommen und er hat mich angesehen und gleich hysterisch zum Kreischen angefangen, dass er mich bräuchte und blah. Danach musste ich ein paar Textzeilen nachsprechen und improvisieren. Viel lieber hätte ich den Typen ausgelacht und ihm gesagt wie mega peinlich sein hässlicher Hut ist.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Das klingt ja alles wirklich sehr spannend. Wie genau ging es dann weiter?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Naja, ich habe selbstverständlich die Rolle bekommen. Danach habe ich gleich mal meine Chefin angerufen. Hildegard Imhof von &#8216;Hildes Hähnchenbraterei&#8217;, kennen Sie vielleicht. Das war ja mal eine dämliche Kuh, sag ich Ihnen. Ich hab ihr dann kurz erklärt, dass ich jetzt reich und berühmt werde und sie sich ihre Hähnchen da reinschieben kann, wo nichtmal die Sonne hinscheinen will. Dann labert sie irgendwas von Beleidigung und Klage und weiß der Teufel was und ich konnte nur noch lachen und meinte, sie kann ja mal ihr Glück versuchen. Ich hab dann aufgelegt und der Krähe noch viel Spaß mit ihren Hühnern gewünscht. Am selben Tag hatte sie dann nen Infarkt. Aber mein Gott. Die war sowieso nur noch übel am Abröcheln, die Alte.<br />
Dann kamen eben die ersten Drehtage. Das war chaotisch, sag ich Ihnen. Ich war ja kurz davor zu gehen, aber dann hab ich die Zähne zusammen gebissen und habe mich da durch gequält. Dann diese ganzen anderen Schauspieler. Diese Roggen ist ja das furchtbarste was auf diesem gottverlassenen Planeten herumläuft. Bei der kriegt man ja schon Aggressionen, wenn sie Hallo sagt.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Sie kommen also nicht gut mit Ihren Schauspielkolleginnen und -kollegen zurecht?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Naja, also die Jungen sind ja sowieso durch die Bank alles Spinner. So wird man eben, wenn man zu früh erfolgreich ist. Die haben alle dieses &#8216;Mir gehört die Welt&#8217; Syndrom. Teilweise sind die auch im echten Leben genau wie in der Soap &#8211; die können gar nicht spielen, sag ich Ihnen. Und dann haben die immer Extrawünsche oder irgendwelche Wehwehchen. Total furchtbar. Die Crew ist ja auch ein Witz. Da sieht man mal, wie geizig die Sender heutzutage sind. Apropos geiz &#8211; ich sag nur zweilagiges Toilettenpapier. Da muss man sich aber wirklich gründlich die Hände schrubben, sonst riecht das den ganzen Tag nach. Zurück zu Ihrer Frage, also ich kann die fast alle nicht ab, aber die Kohle stimmt und deshalb geht mir das auch alles am Allerwertesten vorbei. Nur die Roggen, boah, die geht mir total auf die Senkel. Wie die auch immer gafft, total verstört als würde sie mit Blähungen kämpfen, die sie aus Scham nicht rauslassen kann.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Es gehen Gerüchte um, dass Sie mit Herrn Rott ein Verhältnis haben. Ist da was wahres dran?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Ey, bin ich bekloppt oder was? Mit dem alten Ekelpaket? Hallo geht&#8217;s noch? Ne ne ne. Sicher nicht. Also, wenn ich mal mit jemandem die Matratze strapazieren will, dann noch am ehesten mit dem Winter. Der ist ja ganz schnuckelig, hat aber auch megamäßig einen an der Klatsche und ist ein bisschen klein. Wenn aber sonst die Proportionen stimmen, hätte ich nichts dagegen. Man sagt ja &#8216;klein aber fein&#8217; &#8211; also jetzt auf die Körpergröße bezogen. Ansonsten geht klein ja gar nicht. Frauen die behaupten, dass die Größe keine Rolle spielt und es nur auf die Technik ankommen, haben total einen an der Waffel. Ab zwanzig mal fünf wirds erst richtig lustig.<br />
Aber mit dem Rott bringen mich keine zehn Pferde in die Kiste. Der macht immer so auf total männlich und redet von nichts anderem als Popperei, aber schiebt im Bett bestimmt total den Schlaffi &#8211; muss man bestimmt erst mal ne Stunde dran rumnuckeln bis was geht. Auf so was hab ich ja echt überhaupt keine Lust. Wer das auch immer in die Welt gesetzt hat, kennt mich nicht.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Da Sie ja jetzt ein wirklich gutes Einkommen haben, würde es unsere Leser sicherlich interessieren ob Sie mit dem Geld auch etwas für gute Zwecke machen.</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Wie jetzt gute Zwecke? Spenden oder was? Ein ganz klares Nein. Was kann ich denn dafür wenn irgendwelche Leute zu faul sind ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Hab schon genügend Schnorrer in der Familie an der Backe. Total die Loser sag ich Ihnen. Gehen selbst nicht auf Arbeit und sitzen den ganzen Tag vor der Glotze, anstatt mal was aus sich zu machen und kommen dann zu mir, damit ich Ihnen ne Playstation oder was auch immer kaufe. Bin ich Krösus oder was? Oder wo soll ich noch hinspenden? Nach Afrika vielleicht oder für irgendwelche stinkenden Tiere die am Aussterben sind? Ist ja wohl alles nicht meine Schuld. Am besten dann noch einer rumänischen Bettelbande die Kohle hinterher werfen &#8211; ich denk ja nicht dran. Charity is nicht so meine Linie. Ich unterstütze das Wachstum der Wirtschaft durch meine privaten Einkäufe. Was ich allein an Mehrwertsteuer in die Staatskassen pumpe zahlt ja mal die halbe Infrastruktur der Stadt.</p>
<div id="attachment_517" class="wp-caption alignright" style="width: 207px"><a href="http://writtensoap.com/wp-content/uploads/Poppel_Klein.png"><img class="size-full wp-image-517 " title="Poppel_Klein" src="http://writtensoap.com/wp-content/uploads/Poppel_Klein.png" alt="" width="197" height="303" /></a><p class="wp-caption-text">Illustriert von Antonius Papadopoulos</p></div>
<p><strong>Reporter:</strong> Sie sind jetzt eine Person des öffentlichen Lebens. Haben Sie da bereits negative Erfahrungen gemacht oder können Sie gut damit umgehen?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Ja also am Anfang war ich nicht so sonderlich begeistert. Da war ich das nicht gewohnt, dass mir der ganze Pöbel hinterher glotzt. Aber mittlerweile habe ich mich da schon daran gewöhnt. Manchmal bin ich ein bisschen gestresst, wenn ich in Ruhe shoppen möchte oder einfach mal mich selbst genießen. Vor kurzem hat so ein pubertierendes Balg &#8216;dat doch die Fette aus WrittenSoap&#8217; gebrüllt &#8230; zu dem bin ich aber dann hin, hab ihm am Schopf gepackt und bin ihm mit der Zigarette ans Gesicht und gesagt &#8216;Sag noch ein Wort und du bist blind mein Lieber&#8217; &#8230; der hat sich dann angepinkelt und ich hab einen riesen Klamauk deshalb gehabt. Hab ihm dann ein neues Rad gekauft und alles war paletti. Oder, wenn irgendwelche Schleimer ankommen und mir hinten reinkriechen wollen, dann krieg ich auch die Krise, aber das passiert nicht so oft. Autogramme gebe ich auch nicht gerne. Was man nicht alles fürs liebe Geld macht, oder?<br />
So vor der nächsten Frage muss ich mal kurz verschwinden, ich hab meine Tage und das kratzt. Muss da mal was wechseln. Sie können mir ja in der Zwischenzeit einen kleinen Happen organisieren und vielleicht nen Gin Tonic. [15 Minuten vergehen]</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Inwieweit hat WrittenSoap Ihr persönliches Leben verändert?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Naja, zuallererst würde ich sagen, dass ich jetzt endlich mal in einer schönen Wohnung leben kann und nicht mehr in einem runtergekommenen Wohnklo mit Alki-Mitbewohnern, die ständig über den Deckel pullern. Ich kauf mir was ich will und ich lass mich auch nicht mehr von dahergelaufenen Deppen zurechtweisen. Ansonsten alles eigentlich beim Alten. Am Abend klemm ich vor die Kiste &#8211; naja, das ist jetzt Ha De und viel größer und ich habe total viele Sender, die ich alle nicht mal schauen kann. Auch total langweiligen Proll, so Arte oder National Geography &#8211; was will ich mir denn ne Sendung ansehen von sonst welchen Naturvölkern, wo sich die Leute gegenseitig anmalen und auf Trip in die Wüste kacken. Oder französische Hippies die Bio-Wein in der Provence anbauen oder wie welches Tier vögelt. Ich schau gern meine Sendungen auf RTL und Pro7.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Wie haben Ihre Freunde und Verwandten reagiert, als sie erfahren haben, dass sie in der WrittenSoap mitwirken?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Ha! Die waren natürlich alle total neidisch. Im Freundeskreis vor allem, die ganzen Alkis und Drogis sind vor Neid beinahe geplatzt. Meine Mutti war vielleicht ein bisschen stolz auf mich, aber sogar meine Geschwister wollten mir mein Glück nicht gönnen. Aber als dann die erste große Neidwelle vorüber war und sie sich damit abgefunden hatten, dass ich auf dieser Welt erinnert werde, während die einfach alle ins Grab plumpsen und schnell vergessen werden, kamen natürlich die ersten Mitleidsstories und Geschäftsideen. Die denken ja, dass man sofort Millionär ist, wenn man in die Glotze kommt. Ich habe keinen Bock diese ganzen Irren zu finanzieren. Mein alter Freundeskreis ist so gut wie weg &#8211; bin mir hundert Prozent sicher, dass die sich jetzt alle total bemitleiden und ich die Böse bin. Kann mir aber auch schnurze sein. Ich gebe mich jetzt mit erfolgreichen Leuten ab, mit denen man sich nicht gleich nen Kopf machen muss, wenn man ne Kleinigkeit im Restaurant essen gehen will. Meine Familie und ehemaligen Freunde erwarten natürlich, dass ich immer bezahle, aber da haben die falsch gedacht. Ich bin ja nicht das Sozialamt. Die kriegen genug Stütze um sich ihr Essen selbst zu kaufen &#8211; wennse aber dann die ganze Kohle für billigen Vodka, Kippen und Hasch rausdonnern, sind sie selber schuld. Ich bin froh, dass ich nicht mehr von diesem Gesocks umgeben bin. Ekelhafte Leute sind das, sag ich Ihnen. Das ist mir früher gar nicht so aufgefallen. Leute ohne Geld sind mir wirklich widerlich geworden.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Frau Poppel, wie sieht es denn in Ihrem Liebesleben aus? Wollen Sie einmal eigene Kinder?</p>
<p><strong>Sabine Poppel:</strong> Also, eines nach dem anderen. Was Beziehungen angeht, kann ich nur sagen, dass ich definitiv kein Beziehungsmensch bin. Ich habe einfach keinen großen Bock drauf ständig den selben Günther an der Backe zu haben. Am besten noch so ein Dünner, der immer einen auf romantisch macht und super zärtlich ist im Bett. Horror. Ne, ich hab hier und da mal nen Lover. Zur Zeit so ein geiles Stück aus der Gastro. Ein Schwarzer. Also wenn der drauf los nagelt, dann seh ich aber Sterne, sag ich Ihnen. Genau so brauch ich das und so bin ich dann auch glücklich. Wenn er fertig ist, dann zieht er sich an und macht sich vom Acker. Kein großes blah blah und kein herumgesülze. Danach hab ich das Bett wieder für mich und kann mich darin herumwälzen &#8211; ohne irgend einen Knallkopf der mir in die Bettwäsche furzt und mir in der Früh seinen gammeligen Mundgeruch entgegen haucht.<br />
Kinder haben Sie ja auch gefragt. Also bitte, seh ich denn wirklich so aus als würde ich Kinder wollen? Ich hatte mal zwei Wochen lang ne Katze. Das Vieh hat mir die Wohnung voll gestunken und überall seine Haare gelassen. Zum Ende hin hat sie mir in den Wäschekorb gekackt. Da bin ich ausgerastet, hab das Tier gepackt und bin zum Tierarzt und gleich einschläfern lassen. Kinder kann man ja nicht einschläfern lassen, die kosten Geld, brüllen herum, stinken und machen alles dreckig. Also wer sich so was freiwillig antut muss ja total verrückt sein. Danach ist ja unten rum auch erstmal alles locker und das ist bestimmt auch schmerzhaft. Also, wenn ich schwanger werde dann lass ich das direkt absaugen und wenn ich es zu spät merke, kann ich ja immer noch nach Polen oder so. Da gibt&#8217;s nicht dieses dämliche Zeitlimit.</p>
<p><strong>Reporter:</strong> Vielen Dank Frau Poppel, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei WrittenSoap und vielleicht sehen wir uns in Zukunft wieder um mehr über Ihre Karriere zu erfahren.</p>
<p><strong>Sabine Poppe:</strong> Ja, kein Ding.</p>
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		<title>Folge 0006 &#124; Herr Ling kann Kung Fu</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 07:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[[Fortsetzung von Folge 0005 &#124; M7 bei Phong Ling] Was bisher geschah: Als Alexander der Weltenherrscher das Zepter von Undrian eroberte, wurden die Mächte des Universums neu verteilt. Die uralten Savallah, die ältesten der Alten, die Götter der Niedertracht, des Hasses und der Blutrunst schworen einst auf das Zepter und ein jeder ließ die Tränen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Fortsetzung von Folge 0005 | M7 bei Phong Ling]</p>
<p><strong>Was bisher geschah:</strong> Als Alexander der Weltenherrscher das Zepter von Undrian eroberte, wurden die Mächte des Universums neu verteilt. Die uralten Savallah, die ältesten der Alten, die Götter der Niedertracht, des Hasses und der Blutrunst schworen einst auf das Zepter und ein jeder ließ die Tränen seines sterbenden Kindes in das Auge Jav&#8217;Ur fließen. Nun war es Alexander, dem das Schicksal treu die Wege bahnte und der dem Nandartan zu seinem Tod am nächsten war. Er nahm das Zepter an sich und das Auge Jav&#8217;Ur nahm ihn an und wurde ihm zum Diener. Seine Macht wuchs schnell und schon bald kam ihm ein Gedanke. Kein Mensch wäre fähig gewesen diesen zu Formen bis auf den auserwähltenTräger des Zepters. Kein Wesen endlicher Natur würde je die Gedankenkraft dafür aufbringen können. Doch Alexander wusste, dass die Menschen eitel sind. Die Menschen wollen schön sein und sie würden alles dafür tun um glänzenderes Haar zu haben als andere. In Alexanders Wesen manifestierte sich der Gedanke einen Online-Shop für friseurexklusive Haarprodukte zu eröffnen. Ein wahrhaft weiser Plan, den selbst die Kundra&#8217;Dur (Der Senat der Erleuchteten) als einen gottesgleichen Akt der Weisheit erachteten. So sollte es sein. Danach wurde ein Sponsor gefunden und ein paar Leute eingestellt und schon lief der Laden. Zum jetzigen Stand ist die Belegschaft gerade bei Phong Ling auf ein günsiges Mittagsmenü auf Firmenkosten. Kosta ist bereits etwas zu lange auf der Toilette, Alexander und Herr Rott haben sich eine Rack-Änte bestellt und die Vorspeisen sind bereits serviert.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Schmeckt eigentlich ganz gut, diese Frühlingsrolle.</p>
<p>Da Kosta immer noch nicht zurück zu Tisch ist, bedient sich Alexander fröhlich an Kostas Frühlingsrolle. Zuerst die Hälfte und nach ca. 45 Sekunden die zweite Hälfte.</p>
<p><strong>Martin irritiert:</strong> Äh, das war Kostas Frühlingsrolle. Findest Du das jetzt nicht ein bisschen gemein?<br />
<strong>Alexander:</strong> Selber schuld, wenn er nicht kommt. [zuckt mit den Schultern]<br />
<strong>Martin:</strong> Hahaha, der Slum-Alex ist neuerdings auf Mundraub angewiesen.<br />
<strong>Georg:</strong> Martin, siehst du denn nicht, dass er es braucht. Nicht jeder hat es so gut wie du. [schüttelt traurig den Kopf]</p>
<p><strong>Georg klopft Alex auf die Schulter und spricht:</strong> Iss nur Alex, iss. Lass es dir schmecken. Ich bin mir ganz sicher, dass Kosta nichts dagegen hat. So ist es fein, Alex, gell?<br />
<strong>Alex schüttelt Georgs Hand ab:</strong> Kannst du es bitte unterlassen, Pierre Cardin mit deinen Fettfingern anzufassen.<br />
<strong>Martin lachend:</strong> Georg hat fettige Finger, keine Fettfinger. [starrt auf Alexanders Hände]</p>
<p>Alex blickt für einen Moment gelangweilt auf. In diesem Moment kommt Christoph am Tisch vorbei und meint er müsse kurz zum Auto und würde gleich wieder da sein. Keinen scheint es auch nur im allergeringsten zu interessieren. Frau Roggen streichelt angeregt ihr Tigeraugenamulett und Sabine begafft die Praktikantinnen. Baris schielt Vera in den Ausschnitt und Regina glotzt mit halb geöffnetem Mund in die Luft und ist gerade schwer damit beschäftigt ihren Tagtraum über die Zusammenkunft mit Yoda und einer damit verbundenen Schulung zur Yedi-Kriegerin aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Ich finde es hier ja nicht sonderlich schön. Allein die Vorhänge&#8230; Also bei uns in Russland würde man für so etwas mit Sicherheit gehängt werden.<br />
<strong>Regina mit einer nach oben gezogenen Augenbraue:</strong> Nicht jeder kann sich Marmor, Samt und Seide leisten.<br />
<strong></strong> <strong>Vera trocken:</strong> Es fällt mir schwer aus der Blase herauszutreten, in der ich aufgewachsen bin.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Oh! Sie sind in Russland aufgewachsen?<br />
<strong>Vera:</strong> Nein in Deutschland.<br />
<strong>Frau Roggen enttäuscht:</strong> Achso! Deshalb sprechen Sie auch Deutsch! [lacht]<br />
<strong>Vera genervt:</strong> Well observed, Sherlock.<br />
<strong>Baris:</strong> Also, der goldene Plastikdrache mit der beleuchteten Kunststoffjadekugel passt doch nicht schlecht zu den transparenten lila Vorhängen und den Tiekholzschnitzereien.<br />
<strong>Georg:</strong> Vergiss nicht den aufgewellten grauen PVC-Boden. Der rundet das ganze auf eine sanfte, ästhetische Weise ab. Wunderschön, einfach nur wunderschön. Erinnert mich ein bisschen an das Wohnzimmer von Kostas Eltern. [findest es sehr traurig, dass Kosta das jetzt nicht gehört hat]</p>
<p><em>Regina quietscht</em></p>
<p><strong>Alexander entsetzt:</strong> Regina! Ich hätte mich beinahe verschluckt. [hüstelt demonstrativ]<br />
<strong>Baris wiederholt:</strong> verschluckt [lacht] Die Regina [lacht weiter]</p>
<p>Alle sehen Baris etwas irritiert an. Herr Ling kommt nun endlich mit den ersten Hauptgerichten &#8211; jedoch leider keine Spur der beiden Lack-Enten für Herrn Hahn und Herrn Rott.</p>
<p><strong>Herr Ling:</strong> We bekom Em dlei? [Wer hat gleich M3 bestellt?]<br />
<strong>Martin voller Vorfreude:</strong> Ja hier, bitte!<br />
<strong>Herr Ling mit breitem Grinsen:</strong> Em dlei heu mi Grukkek [Zum Menü M3 gibt es heute einen kostenlosen Glückskeks.]</p>
<p><strong>Martin öffnet sofort seinen Glückskeks und liest vor:</strong> Bleiben sie heute gelassen. Der Tag bringt Harmonie und Entspannung mit sich</p>
<p><strong>Herr Ling:</strong> I habu swai Em sibän. Einem mit To Fuu [Hier zweimal M7 und eines davon mit Tofu]<br />
<strong>Herr Ling weiterhin:</strong> Rack-Änte no dauel [Ihre Lack-Ente wird noch ein wenig in der Zubereitung dauern]</p>
<p><em>Alexander grunzt </em></p>
<p>Alexander bereut zutiefst, dass er sich die Lack-Ente bestellt hat, da sich sein Hunger mittlerweile ins unermessliche gesteigert hat. Wie in einem Trickfilm aus den 50er oder 60er Jahren, verwandelt sich vor seinem inneren Auge, Alles und Jedes zu etwas essbaren. Salz und Pfeffer weden zu Tiramisu, das Besteck zu gebackenen Fischen, Regina und Vera zu gebackenen Wachteln und Baris zu einem Döner. Lediglich Frau Roggen bleibt Frau Roggen. Die Tür geht auf und Herr Rott kommt mit einem Drahtkleiderbügel hineingeeilt. Die Blicke folgen ihm, als er die Treppe nach oben zu den Toiletten huscht.</p>
<p><strong>Regina verwundert:</strong> Das muss man jetzt nicht unbedingt nachvollziehen können, oder?<br />
<strong>Georg:</strong> Ach, sowas ist ganz normal bei Herrn Rott. Da musst du dir nichts denken.<br />
<strong>Alexander angewidert:</strong> Ich kann mir schon vorstellen, was genau er mit dem Kleiderbügel vorhat.<br />
<strong>Vera:</strong> Zwar?<br />
<strong>Baris grinsend:</strong> Glaub mir, dass wollen wir jetzt nicht weiter im Detail verfolgen.</p>
<p>Christoph steht nun wieder vor der Toilettentür und es quillt bereits eine beträchtliche Menge Wasser unter dem Türspalt hervor. Christoph klopft leise aber aufgeregt an Kostas Türe. Kurz darauf tönt von innen eine ebenfalls leise als auch aufgebrachte Stimme hervor.</p>
<p><strong>Kosta:</strong> Bist du das Christoph?<br />
<strong>Christoph:</strong> Ja, mach amal schnell auf!</p>
<p>Kosta öffnet die Türe, lässt Christoph rein und schließt schnell wieder ab. Als Christoph mit dem Anblick in der Toilette konfrontiert ist, stehen ihm sofort die Haare zu Berge.</p>
<p><strong>Christoph:</strong> Herr Gott nochamal, Kosta. Wie um Himmels Willen hast du denn bitte das hinbekommen.<br />
<strong>Kosta:</strong> Die haben so eine madige Spülung, da kann man ja nichts runterspülen.</p>
<p>Christoph geht an die Schüssel und hält sich die Hand über Mund und Nase. Bei diesem Anblick füllen sich seine Augen mit Entsetzen. Er geht ein paar Schritte über den klitschnassen Boden zurück und versucht seine Fassung zu gewahren.</p>
<p><strong>Christoph:</strong> Sag mal, hast du irgendeine Krankheit? Das scheint mir schon ein bisschen viel auf einmal zu sein. Das krieg ja nicht amal ich nach einer All-You-Can-Eat Orgie beim &#8216;Schlemmer Franzi&#8217; hin.<br />
<strong>Kosta extrem angewidert:</strong> Ja, jetzt &#8230; passt schon!</p>
<p>Kosta nimmt den Kleiderbügel und biegt diesen sonderbar gekonnt auseinander. Mit dem Haken nach vorne taucht er damit in die Toilette und wackelt hin und her. Nichts geschieht. Für einen moment hält er inne und streicht sich mit seinem Ärmel die Haare und den Schweiß aus der Stirn. Nach ein paar weiteren Versuchen hält es Kosta für sicher, die Spülung zu betätigen, doch das erhoffte Resultat bleibt aus. Statt dessen läuft mehr Wasser über die Toilette hinaus. Weitere Versuche folgen und plötzlich verhakt sich der Kleiderbügel im Abfluss.</p>
<p><strong>Kosta ungeduldig:</strong> Verdammt noch mal! Was soll das! Blöder Kleiderbügel&#8230; Jetzt klemmt er.<br />
<strong>Christoph:</strong> Zieh halt bissl fester dran!<br />
<strong>Kosta:</strong> Der hängt fest!<br />
<strong>Christoph:</strong> Lass amal mich probieren!</p>
<p>Nun zieht Christoph mit ungeheurer Kraft am Kleiderbügel. Zuerst tut sich nichts, jedoch plötzlich fetzt er den Bügel mitsamt dem Inhalt der Toilette nach draußen. Das Ende des Bügels schnalzt zur Seite, die Inhalte aus der Schüssel schleudern Kosta ins Gesicht und der Bügel verfängt sich an einem Hängeregal an der Wand über der Toilette. Da Christoph aber aus dem Gleichgewicht geraten ist und nach hinten stolpert, reißt er mit dem Bügel das Regal von der Wand, das sofort darauf mit voller Wucht auf die Schüssel knallt, diese bricht entzwei und der Wasseranschluss wird aus der Wand gerissen. Sofort donnert ein massiver Strahl den beiden entgegen, der die kleine Unisex Toilette von Phong Ling in ein chaotisches Weltuntergangsszenario verwandelt. Zumindest wird all das was Kosta gerade ins Gesicht geklatscht ist, schnell wieder abgewaschen.</p>
<p><strong>Christoph schreiend:</strong> Kosta, schnell Handtücher. Gib mir Handtücher!<br />
<strong>Kosta:</strong> Oh Gott! Was ist denn jetzt kaputt?</p>
<p>Kosta wirft Christoph Handtücher zu und dieser versucht sie mit all seiner Kraft in das aufgebrochene Rohr zu stopfen (Baris würde hier Anmerkungen über die beiden Worte Rohr und stopfen machen). Das hilft jedoch rein gar nichts. Das Wasser strömt nach wie vor mit vollem Druck aus der Wand. Kosta sucht panisch nach einem Hauptwasserhahn, kann aber keinen finden. Binnen kürzester Zeit steht den beiden das Wasser bis zu den Knien und steigt weiter. Unter der Tür fliesst das Wasser mittlerweile bis auf den Gang und zu den Treppen. Durch die traumhaft schöne asiatische Musik und dem Lärm in der Küche, bekommen bis jetzt weder Herr Ling noch die Gäste etwas von dem Spektakel mit.</p>
<p><strong>Kosta:</strong> Der Hauptwasserhahn befindet sich nicht hier drinnen. Wir müssen raus. Wir müssen Hilfe holen.<br />
<strong>Christoph:</strong> Wenn wir jetzt die Tür aufmachen, dann überschwemmmamia den ganzen Laden, sag ich Dir.<br />
<strong>Kosta:</strong> Es bleibt uns aber nichts anderes übrig.</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt geht Herr Ling gerade mit einer prächtigen Lack-Ente auf jedem Arm aus der Küche.<br />
Zur gleichen Zeit reicht Kosta und Christoph der Wasserstand mittlerweile bis knapp unter die Hüften. Die zerbrochene Schüssel ist mittlerweile komplett unter Wasser. Kosta watet zur Tür. Als er den Schlüssel umdreht, donnert die Türe nach außen auf und die Wasserlawine schwemmt den Gang und die Treppe hinunter und schlägt direkt am Mittagstisch der Hahn und Winter GmbH auf. Herr Ling lässt die Lack-Enten fallen und springt wie ein Pfeil in die Luft und bleibt mit den Zehenspitzen des linken Fusses auf der Spitze des Geländers stehen. Seine Arme sind zur Seite ausgestreckt. Alle am Tisch sind unmittelbar durchnässt, die Gläser und Teller sind teilweise zerbrochen, teilweise nur durcheinander geworfen. Frau Roggen hat diverse Absonderungen von Kosta auf ihrem Schoß. Alle bis auf Alexander schauen sich fassungslos um &#8211; Alexander gafft verstört auf die verwässerten Überreste seiner Lack-Ente. Kosta und Christoph kommen beschmiert und durchnässt die Treppe herab.</p>
<p><strong>Herr Ling:</strong> Mei Gesaf. Al kapu und nas. Aaa, wa gema du! WA GEMA DU? [Mein Restaurant. Alles ist kaputt und nass! Um Himmels Willen, was haben sie getan. Was haben sie nur getan?]</p>
<p>Herr Ling springt vom Geländer gegen die Wand, federt von dieser mit seinen Füßen ab, macht ein Rad in der Luft und landet auf dem Kopf eines Steindrachens direkt neben Kosta und Christoph. Beide spüren einen sanften Windhauch aber keiner konnte auch nur die Idee eines Geräusches vernehmen.</p>
<p><strong>Kosta stotternd:</strong> Das tut uns sehr leid, ich wollte das so nicht &#8230; ich habe nicht &#8230; also ..<br />
<strong>Christoph:</strong> Des war ein Versehen. Wir hammamamia blos ein Problem gehabt da oben.<br />
<strong>Alexander:</strong> Seid ihr von allen guten Geistern verlassen?<br />
<strong>Vera:</strong> Oh Mann, bin ich hier in einem beknackten Cartoon gelandet</p>
<p>Sabine starrt irritiert ins Leere. In Ihrer Hand noch eine Gabel mit dem Essen, das zum größten Teil nun über Tisch und Boden verteilt ist. Regina hebt ihr Handy vom Boden aus und ein tiefer, markdurchdringender Schock zuckt ihr durch den ganzen Leib.</p>
<p><strong>Regina:</strong> Mein Blackberry ist nass! Oh Gott &#8230; abschalten &#8230; abschalten &#8230; [kreischt] Wenn jetzt mein Blackberry kaputt ist, dann rollen hier aber Köpfe!</p>
<p>Frau Roggen realisiert in diesem Moment, was auf ihr gelandet ist. Sie beginnt laut und panisch zu kreischen und läuft aus dem Restaurant. Ein paar sich auf sonderbare Weise ähnelnde Asiaten kommen aus der Küche gelaufen (Vielleicht sind sie ja verwandt). Sie bleiben verdutzt vor der Überschwemmungsszene stehen und glotzen. Herr Ling steht wie ein Fels in der Brandung mit den Zehenspitzen eines Beines auf dem Kopf des Drachens und faltet seine Hände. Sein eiskalter Blick ist auf Kosta gerichtet. Dieser zieht es vor den Laden, gleich Frau Roggen, schnell zu verlassen. Die Belegschaft überlegt nicht lange, den beiden so schnell wie möglich zu folgen. Alexander hat das dumpfe Gefühl, so schnell nicht mehr bei Phong Ling zu essen.</p>
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		<title>Rhyme Thyme 0001 &#124; Lili &amp; Christoph</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 07:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rhyme Thyme]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Alex heult „Herr Rott ist hier“ Ganz pünktlich, denn es ist halb Vier. Der kleine Rest Motivation, ist mit der Nachricht nun davon. Nur Lili scheint vor Glück zu platzen, kann nun von gar nichts andrem schwatzen, als von dem neunmalklugen Mann, der nicht mal seine Sprache kann. Die Roggen läuft nun voller Freude, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alex heult „Herr Rott ist hier“<br />
Ganz pünktlich, denn es ist halb Vier.<br />
Der kleine Rest Motivation,<br />
ist mit der Nachricht nun davon.</p>
<p>Nur Lili scheint vor Glück zu platzen,<br />
kann nun von gar nichts andrem schwatzen,<br />
als von dem neunmalklugen Mann,<br />
der nicht mal seine Sprache kann.</p>
<p>Die Roggen läuft nun voller Freude,<br />
mit stampfend Schritt aus dem Gebäude.<br />
Dem Christoph Rott geschwind entgegen,<br />
um ihren Arm um ihn zu legen.</p>
<p>Doch dieser ist nicht sehr entzückt,<br />
Als Lili Roggen näherrückt.<br />
Mit schnellem Schritt weicht er zur Seite<br />
und Lili stolpert in die Weite.</p>
<p>Mit lautem &#8216;Huch&#8217; und einem Krach<br />
liegt Lili nun am Boden flach.<br />
Dem Christoph ,oh, dem stockt das Blut,<br />
so spürt er jetzt schon Lilis Wut.</p>
<p>&#8216;Ach Lili, Mensch, Was machst für Sachen&#8217;,<br />
und Christoph kann jetzt nur noch lachen.<br />
Die Lili kreischt &#8216;Du blöder Klops&#8217;<br />
und springt auf ihre Beine, hops.</p>
<p>Der Christoph sichtlich unentspannt,<br />
nimmt seine Beine in die Hand.<br />
Frau Roggen trabt ihm hinterher,<br />
und kreischt „Ich hasse dich so sehr“</p>
<p>Sie kommt schon bald in seine Nähe.<br />
Der Dicke schreit &#8216;Hau ab du Krähe!&#8217;<br />
Doch Lili spornt nur dieser Satz,<br />
wie Feuer ihre Christoph-Hatz.</p>
<p>Frau Roggens Hand erreicht ihn seicht,<br />
als Christoph flott zur Seite weicht.<br />
Nun hören alle wie es schallt,<br />
da Lili an den Pfosten knallt.</p>
<p>Herr Rott bleibt stehn &#8216;Oh Weh und Oh&#8217;<br />
&#8216;Jetzt ist die Lili glatt K.O.&#8217;<br />
Da liegt sie nun, ganz sanft und lieb,<br />
und schlummert dank des Pfostens Hieb.</p>
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		</item>
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		<title>Folge 0005 &#124; M7 bei Phong Ling</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 17:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Mittagspause nahe ist, wird es in der Hahn und Winter GmbH unruhig. Die Gesprächsthemen drehen sich hauptsächlich um &#8220;Was isst du heute?&#8221; oder &#8220;Gehen wir Essen?&#8221;. An diesem herrlichen Aprilmittag sieht die Planung des Essens ein wenig anders aus, denn Hahn und Winter haben zur Überraschung der Mitarbeiter ein Geschäftsessen bei Phong Ling [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Mittagspause nahe ist, wird es in der Hahn und Winter GmbH unruhig. Die Gesprächsthemen drehen sich hauptsächlich um &#8220;Was isst du heute?&#8221; oder &#8220;Gehen wir Essen?&#8221;. An diesem herrlichen Aprilmittag sieht die Planung des Essens ein wenig anders aus, denn Hahn und Winter haben zur Überraschung der Mitarbeiter ein Geschäftsessen bei Phong Ling geplant. Dies alleine ist ja bereits ein Grund vor Freude zu platzen, doch das Glück scheint frei von allen Grenzen zu sein, denn Herr Rott kommt extra in die Stadt gefahren um dem Mittagstisch beizuwohnen. Die letzten zehn Minuten vor dem Aufbruch ziehen sich endlos hin und die Mägen von Frau Roggen und Sabine knurren um die Wette. Lediglich die Praktikantinnen scheinen ihren Hunger unter Kontrolle zu haben und sich ihrer Arbeit zu widmen.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> So, ich würde sagen wir können uns langsam fertig machen &#8211; ich könnte eine Kleinigkeit zu essen vertragen [streichelt sich den Bauch]<br />
<strong>Martin:</strong> Ich kann noch nicht &#8211; muss hier noch schnell was fertig machen!<br />
<strong>Alexander genervt:</strong> Mann Martin, das kannst du auch später machen, ich will jetzt gehen &#8211; hab Hunger!<br />
<strong>Martin irritiert:</strong> Also alle müssen springen, wenn Alexander von Hahn IV gehen möchte?<br />
<strong>Georg lachend:</strong> Seine Hoheit wünscht es nicht verspottet zu werden!<br />
<strong>Baris:</strong> Dem Hahn fehlt eigentlich nur noch das Zepter.<br />
<strong>Georg:</strong> Wohl eher das Schnitzel.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Also meine Herren, es genügt. Üben sie sich in Respekt.<br />
<strong>Alexander:</strong> Ich habe jetzt keine Nerven für euer dummes Geschwätz. Martin beeil dich.</p>
<p>Wohl aufgrund des Druckes von Alexander Hahn, lässt sich Martin Winter erst recht ein klein wenig mehr Zeit, als er eigentlich bräuchte. Auf dem Weg zu Phong Ling wird heftig über die Auswahl des Essens diskutiert. Dank des hervorragenden Gedächtnisses für Speisen von Alexander Hahn, Sabine Poppel und Lili Roggen, die alle drei die Speisekarte von Phon Ling problemlos herunterbeten können, weiß jeder bereits, was er zu essen wünscht &#8211; noch bevor sie bei Phong Ling ankommen. Vor dem Restaurant steht schon ein sichtlich genervter Herr Rott, der wie es sich kurz darauf herausstellt bereits 23 Minuten auf die Ankunft des Fürsten zu Hahn und seiner untergebenen Gefolgschaft wartet.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Wir hammamamia gesagt, dass wir uns um 12:30 Uhr treffen und jetzt ist es schon kurz vor Eins. Da kann man anrufen, Alexander. Anrufen kann man da.<br />
<strong>Alexander mit abweisender Handbewegung:</strong> Ja, ja &#8230; ging gerade nicht anders, hatte noch ein wichtiges Gespräch.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Ach Christoph &#8230; Wenn man mich darüber in Kenntnis gesetzt hätte, wäre ich bereits herbeigeeilt und hätte mit Dir gewartet. Es gibt soviel zu erzählen.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ach Lili, du bist pfundig.<br />
<strong>Frau Roggen sofort angesäuert:</strong> Pfundig? Ich bin pfundig? Wie bitte? So eine Gemeinheit. Ich bin nicht pfundig.</p>
<p><em>Alle bis auf Herrn Rott und Sabine lachen</em></p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Nein nein, des hast jetzt Missverstanden. Wenn man hier in Bayern des so sagt, dass wer pfundig ist, dann heißt das soviel wie, ja &#8230; pfundig halt. Sowas wie, wenn man jetzt sagen tut ‘Du bist mir eine Wucht&#8217; &#8230;<br />
<strong>Frau Roggen läuft rot an:</strong> Du bist so ein &#8211; S c h w e i n !</p>
<p>Frau Roggen greift sich sofort mit beiden Händen über den Mund. Unmittelbar darauf kehrt absolute Stille ein. Alle schauen mit Spannung auf Herrn Rott und Frau Roggen. Keiner hat jemals Frau Roggen auf diese Weise reagieren gesehen. Man würde es als wahrscheinlicher erachten, dass Mutter Theresa in einem roten Lack-Leotard und schwarzen Lack-Overknee-Highheels als Background-Tänzerin auf einem Rammsteinkonzert eine dicke Line Koks vom erigierten Glied Till Lindemanns zieht. Aber allem Anschein nach ist der guten Frau Roggen ernsthaft der Kragen geplatzt (in diesem Fall sprichwörtlich).</p>
<p><strong>Herr Rott entgeistert:</strong> Sag amal, sonst geht es dir schon noch gut? Wenn man jemandem sagt man findet ihn pfundig, dann meinst man, dass man sich halt freut und den mag.<br />
<strong>Alexander:</strong> Ich habe wirklich Hunger. Können wir reingehen.<br />
<strong>Frau Roggen beschämt:</strong> Entschuldigung, Christoph. So kenn ich mich nicht [lacht blamiert]</p>
<p>Herr Ling oder Herr Phong oder wie auch immer begrüßt die Gruppe mit einer leichten Verbeugung und vor der Brust gefalteten Händen. Ein paar Tische werden zusammengerückt und man setzt sich. Herr Ling oder Phong (einigen wir uns auf Ling) teilt die Speisekarten aus und trotz des intensiven Speisekarten-Coachings von Sabine, Frau Roggen und Alexander sehen alle noch einmal nach, was denn gegessen werden könnte. Da die grenzenlose Großzügigkeit der Hahn und Winter GmbH die Belegschaft einlädt, muss ja nicht auf den Preis geachtet werden. Nach einigen Minuten kommt der grinsende Herr Ling an den Tisch.</p>
<p><em>Zum besseren Verständnis des Lesers wird Herr-Ling-Deutsch in eckigen Klammern ins Hochdeutsche übersetzt.</em></p>
<p><strong>Herr Ling:</strong> Habn Sü son schrossen? [Konnten Sie sich bereits für etwas entscheiden?]<br />
<strong>Alexander reagiert sofort:</strong> Ich hätte gerne zwei Frühlingsrollen als Vorspeise und zum Hauptgang bitte die Lackente auf Erdnuss-Sate. Zu trinken nehme ich ein Glas Leitungswasser.<br />
<strong>Herr Ling:</strong> Rack-Änte blauch füfuvierz Minu Tän [Es nimmt etwa 45 Minuten in Anspruch, Ihnen die Lack-Ente zuzubereiten]<br />
<strong>Alexander:</strong> Kein Problem.<br />
<strong>Martin:</strong> Ich nehm ne Cola zu Trinken und zum Essen erstmal die Scharf-Sauer-Suppe und dann M3.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja, also die Lack-Ente ist ja schon eher teuer, Alexander. Des ist Geld, das wir gerade nicht haben. Also, ich würde das jetzt nicht bestellen.<br />
<strong>Herr Ling:</strong> Ih verges heute Flüringlol bis lang weir maht flish einwoch [Ich habe vergessen Ihnen mitzuteielen, dass die Frühlingsrollen heute etwas länger in der Zubereitung brauchen, da wir sie einmal in der Woche frisch machen und das ist eben genau heute]</p>
<p>keiner hat auch nur ein Wort von Herrn Ling verstanden. Herr Rott wird mit seinem plötzlichen Sparanfall einfach ignoriert und Frau Roggen ergreift das Wort um ihre Bestellung aufzugeben.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Ich hätte gerne auch eine Frühlingsrolle und M7. Wenn es möglich ist mit Tofu und nicht mit Hühnchen. Ja? [lacht unnötig] &#8230; sind da Erdnüsse oder Mandeln dabei?<br />
<strong>Herr Ling:</strong> To Fuu mus extla mah. Dauel vierreih sen Minu Tän meh. [Den Tofu müssen wir extra für Sie zubereiten, deshalb wird es etwa zehn Minuten länger dauern, Ihr Gericht zuzubereiten]</p>
<p><em>Frau Roggen lacht und nickt dabei</em></p>
<p><strong>Sabine:</strong> Also für mich die Scharf-Sauer-Suppe und zwei Frühlingsrollen und als Hauptgang nehme ich bitte M7 &#8211; und eine große Spezi.<br />
<strong>Herr Ling:</strong> Dlei Vospai füsi [Sie möchten wirklich drei Vorspeisen zu sich nehmen?]</p>
<p>Die Praktikantinnen, Baris und Kosta entscheiden sich auch für jeweils eine Frühlingsrolle und ein Mittagsmenü. Kosta, extravagant und herausstechend wie er ist, bestellt sich eine Litschischorle. Herr Rott, der seinen Missmut über Alexanders Lack-Enten-Bestellung kundtun möchte, bestellt auch sich demonstrativ eine Lack-Ente. Dies jedoch interessiert Alexander kaum bis gar nicht.</p>
<p><strong>Kosta mit etwas angestrengtem Blick:</strong> Ich muss kurz auf die Toilette.<br />
<strong>Martin:</strong> Viel Erfolg!<br />
<strong>Georg:</strong> Sexy, Kosta. Bitte vergiss nicht Bilder zu machen und sie uns beim Essen dann zu präsentieren.<br />
<strong>Vera:</strong> Die würde ich auch gerne sehen.<br />
<strong>Regina:</strong> Dürfen wir bitte mitkommen, Kosta?</p>
<p>Kosta steht mit rollenden Augen auf und geht kommentarlos vom Tisch. Regina wirft einen Blick auf seine Schuhe und verkneift sich in letzter Sekunde ein markdurchdringendes Kreischlachen. Vera hingehen ist aus Gründen der Gesetzgebung und Reputation ein bisschen genervt, sich hier kein Bier zum Essen bestellen zu können.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Morgen kommt der Carsten wieder zurück. Das heißt wir können endlich das neue Newsletter Layout machen lassen und vielleicht sogar dann noch am Abend rausschicken.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja, ein Njuslätta wär schon nicht schlecht [lacht]. Da kömamamia wieder bissl den Umsatz erhöhen. Warum eigentlich schickma mia nicht einmal am Tag einen Njuslätta raus? Das machmamia. Dann verdienen wir richtig ordentlich Geld, sag ich Euch, verdienmamia.</p>
<p>Alexander seufzt, Frau Roggen glotzt planlos und Martin, Georg als auch die Praktikantinnen müssen sich das Lachen verkneifen.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Was denn jetzt? Des wär doch toll!<br />
<strong>Alexander:</strong> Christoph &#8211; nein das geht nicht. Wir können die Leute nicht täglich zuspammen.<br />
<strong>Herr Rott sauer:</strong> zuschpämen tu ma die ja nicht. Die kriegen hochwertige Angebote &#8211; kriegen die &#8211; und Gutscheine und sowas. Die freun sich, sag ich dir.<br />
<strong>Alexander:</strong> Es geht um Haarprodukte. Kein Mensch auf dem Planeten will täglich Angebote zu Haarprodukten bekommen. Schlag dir das aus dem Kopf. Die Leute werden sich reihenweise austragen. Damit schädigen wir nur das Geschäft.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Dann wenigstens jeden zweiten Tag!<br />
<strong>Alexander jetzt sichtlich genervt:</strong> Kannst du mir bitte das Online-Marketing überlassen. Du hast davon einfach keine Ahnung.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Was gibts denn da schon groß zu wissen. Also ich will ja jetzt nichts sagen, aber wie du des so sagst, ist des schon arrogant, ist des.<br />
<strong>Alexander sichtlich ermüdet:</strong> Gut Christoph, mal sehen, wie oft wir einen Newsletter versenden können.<br />
<strong>Georg:</strong> Wir können ja einfach jeden Tag einen Newsletter an einen anderen Kunden verschicken.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ui, des ist eine tolle Idee! Des könntmamamia fei echt machen.</p>
<p>Alexander würde nun gerne bitterlich zu weinen anfangen, zieht es jedoch vor Herrn Rott in Zukunft einfach noch weniger ernst zu nehmen. Herr Ling kommt bereits nach kürzester Zeit mit den Getränken und verteilt diese unter seinen Gästen.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Oh, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich gerne Eiswürfel in mein Wasser hätte. Vielleicht auch noch eine Scheibe Zitrone und ein etwas größeres Glas.<br />
<strong>Herr Ling:</strong> Bai Reituwasel ka Exlas. Mus so [Bei Leitungswasser können wir keine Sonderwünsche beachten]<br />
<strong>Alexander:</strong> Machen Sie Witze? Wie oft kommen wir hier zum Essen? Wir können auch in Zukunft wo anders hingehen.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Jetzt beruhigen Sie sich doch, Herr Hahn.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Da hat der Alexander aber schon recht. Des ist doch die Höhe, is des.<br />
<strong>Herr Ling:</strong> Heu aunamwei blin mi Sitlonem unais [Nun gut, heute werde ich Ihnen ausnahmsweise das Leitungswasser mit Zitrone und Eis bringen]</p>
<p>Kurz darauf nimmt Alexander sein kostenloses Wasser mit Zitronenscheibe und Eiswürfel entgegen. Dies allein wird ihm die nächsten drei Monate ein Gefühl von extremer Sparsamkeit vermitteln, was dann auch ein paar von Alexanders Extraeinkäufen rechtfertigt (Kopflehnen-TV fürs Auto, MacBook Air, Riedel Gläser, OLED TV für das Badezimmer, mehrere Thai-Massagen und Spa-Aufenthalte etc.). Herr Ling kommt endlich mit den Suppen. Alle die eine bestellt haben, können sich nun mit Heißhunger darüber stürzen. Alexander gehört zu jenen, die sich für die Frühlingsrolle entschieden haben und nun erst einmal den anderen beim Essen zusehen muss.</p>
<p><strong>Alexander gierig:</strong> Sieht eigentlich ganz lecker aus, die Suppe. Kann ich mal probieren.</p>
<p>Noch bevor eine Antwort kommt, hat Alexander bereits mit einem Löffel aus dem Besteckhalter auf dem Tisch von Sabines Suppe gekostet.</p>
<p><strong>Sabine:</strong> Sag mal, geht&#8217;s noch?<br />
<strong>Alexander:</strong> Ich habe ja nur probiert! Find ich jetzt ehrlich gesagt nicht so prickelnd, diese Suppe &#8211; da kenn ich was besseres.<br />
<strong>Sabine:</strong> Also, ich kann das überhaupt nicht ab, wenn mir jemand so ins Essen fährt.<br />
<strong>Alexander:</strong> Ist ja nicht so schlimm, oder?<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Das müssen Sie schon respektieren, Herr Hahn. [lacht mal wieder grundlos]<br />
<strong>Vera:</strong> Gibt schlimmeres<br />
<strong>Martin lachend:</strong> Man muss nur aufpassen, dass er nach dem Probieren nicht die Suppenschüssel umstößt<br />
<strong>Alexander:</strong> Halt die Klappe Martin &#8211; sowas von unlustig.</p>
<p>Einige Zeit vergeht und Herr Ling kommt endlich mit den lang ersehnten Frühlingsrollen. Endlich sind alle in ihrem Element und können sich an ihren Vorspeisen laben. Es kehrt für ein paar Minuten eine beruhigende Stille ein und alle sind mit ihrem Essen beschäftigt. Plötzlich jedoch fällt Frau Roggen etwas auf.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Wo bleibt denn Kosta? Der wollte doch nur kurz auf die Toilette. Das war vor fast 20 Minuten.<br />
<strong>Martin lachend:</strong> Das kommt bei Kosta öfters vor. Aber ich hier jetzt nicht ins Detail gehen.<br />
<strong>Georg:</strong> Oh Gott, die arme Putzfrau, die hier arbeitet.<br />
<strong>Regina zynisch:</strong> Putzfrau? Kannst dir aber sicher sein, dass das hier auch der Koch oder so macht.<br />
<strong>Vera:</strong> Ich sag nur Erdnuß-Sate<br />
<strong>Martin:</strong> Widerlich, Vera. Widerlich.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ich geh amal schaun ob alles gut ist beim Kosta.</p>
<p>Kurz darauf steht Herr Rott vor verschlossener Tür unter welcher bereits Wasser herausläuft. Er klopft und versucht herauszufinden ob mit Kosta auch wirklich alles in Ordnung ist.</p>
<p><strong>Herr Rott klopfend und sprechend:</strong> Du Kosta, stimmt bei dir alles?<br />
<strong>Kosta leise direkt an der Tür:</strong> Ich hab hier ein kleines Problem. Ich brauch einen Drahtkleiderbügel.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Wo um Himmels Willen soll ich denn bitte hier einen Drahtkleiderbügel herbekommen.<br />
<strong>Kosta aufgeregt aber leise:</strong> Bitte, ich brauch dringend einen Drahtkleiderbügel. Ich habe hier ein kleines unangenehmes Problem mit dem Abfluss der Toilette.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ich schau was ich tun kann.</p>
<p><em>Was genau ist Kostas Problem? Wird Alexander warten können bis seine Rack-Änte kommt? Wieso hat Frau Roggen Erdnüsse und Mandeln erwähnt &#8211; all das und vieles mehr in der nächsten Folge von writtensoap.com.</em></p>
<p><strong>[Fortsetzung folgt ... ]</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Folge 0004 &#124; Die Praktikantinnen</title>
		<link>http://writtensoap.com/folge/folge-0004-die-praktikantinnen</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 06:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man in den Himmel blickt, inne hält und sich im Einklang des Weltengeschehens als Teil des Ganzen erkennt und annimmt, fühlt man eine tiefe Verbundenheit seiner innersten Natur mit dem Dasein um sich und in sich. Doch dieses Gefühl der Ewigkeit, dieser namenlosen Extase kann einem auch total verpatzt werden. Beispielsweise durch einen Konferenzanruf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Wenn man in den Himmel blickt, inne hält und sich im Einklang des Weltengeschehens als Teil des Ganzen erkennt und annimmt, fühlt man eine tiefe Verbundenheit seiner innersten Natur mit dem Dasein um sich und in sich. Doch dieses Gefühl der Ewigkeit, dieser namenlosen Extase kann einem auch total verpatzt werden. Beispielsweise durch einen Konferenzanruf von Christoph Rott und Lili Roggen.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Ja guten Morgen Herr Galanis. Ich habe mich dazu entschlossen, zusammen mit Herrn Rott ein Thema anzusprechen, dass Ihnen durchaus unangenehm sein könnte, [lacht verlegen] jedoch sind wir ja alle zu Gast auf dieser Welt um uns zu bessern. [lacht neunmalklug]<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Die Lili hat mir gesagt, dass du dich nicht auf Anweisungen reagieren tust, hat die Lili gesagt. Wenn wir, Georg &#8211; und da musst du mir jetzt den Gefallen tun und genau zuhören. Wenn wir groß rauskommen wollen und mit dem Onlineshop richtig Geld verdienen wollen, dann müssmamamia alle zusammen ordentlich uns ins Zeug legen &#8211; an einem Strang ziehen.<br />
<strong>Georg genervt:</strong> Ok, tolle Idee. Können wir das vielleicht im Beisein von Alex und Martin besprechen &#8211; ist gerade eher ungünstig.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Sie haben eine Verantwortung gegenüber ihrem Arbeitgeber. Sie haben eine Verantwortung gegenüber sich selbst und Sie müssen sich entsprechend der Regelvorgaben verhalten. [lacht schon wieder]<br />
<strong>Georg lachend:</strong> Regelvorgaben? Eine Regel ist eine Vorgabe und eine Vorgabe eine Regel, Frau Roggen. Sie können also gerne auf eines der beiden verzichten &#8211; hört sich dann nicht so geschwollen an &#8211; und geben Sie doch bei Wikipedia demnächst das Wort Pleonasmus ein &#8211; bisschen Bildung, nein, Frau Roggen?<br />
<strong>Herr Rott</strong>: Jetzt werd fei nicht unverschämt, gell!<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Also bitte, ich muss mir nicht immer diese Frechheiten von Ihnen gefallen lassen. Es ist mir wichtig, dass ich in einem gesunden Arbeitsumfeld bin, damit meine Energien nicht gestört werden &#8211; aber mit Ihrem Verhalten ziehen Sie nichts Gutes an, Herr Galanis, nichts Gutes.<br />
<strong>Georg:</strong> Ok, sorry Frau Roggen, dass ich Ihre Energien störe. Ich kann ihnen gerne mein Aluminium-Nudelsieb mitbringen. Die sollen ja angeblich negative Energien abschirmen.</p>
<p><em>Herr Rott lacht</em></p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Also jetzt fall du mir hier nicht vor Herrn Galanis in den Rücken. Also Männer sind solche Rüpel. Nur Rüpel.</p>
<p>Frau Roggen legt auf &#8211; nur noch Georg und Herr Rott sind in der Leitung.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Typisch Frau, oder Georg? [lacht]</p>
<p>Georg ist in diesem Moment heilfroh, dass es nur ein Telefonat ist, da üblicherweise nach genau diesem Lachen eine dicke fleischige Hand mit viel Schwung und wenig Kontrolle auf sein Schulterblatt donnert.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> das schaffmamia schon, Georg. Du bist ja nicht dumm. Bevor wir jetzt auflegen, was is denn ein Peolasmums?<br />
<strong>Georg amüsiert:</strong> Die Ätiologie zerebralen Verfalls rustikaler Troglodyten.<br />
<strong>Herr Rott als hätte er auch nur ein Wort verstanden:</strong> Achso, ja des hab ich mir schon so gedacht. Mia hörma uns.</p>
<p>Das Telefonat ist zu Georgs Erleichterung beendet. Nicht lange danach, um 10:24 kommt Georg am Büro an. Frau Roggen steht im Eingangsbereich und telefoniert, wie immer hat man den unmittelbaren Eindruck, dass sie gleich platzt &#8211; wortwörtlich platzt.</p>
<p><strong>Frau Roggen legt auf und widmet sich sogleich Georg:</strong> Herr Galanis, da sind Sie ja. Haben wir nicht gestern noch vereinbart, dass Sie spätestens um 9:30 im Büro sein sollen?<br />
<strong>Georg:</strong> Haben wir, ja. Ich wäre gerade fast von einem Lastwagen überfahren worden, doch im letzten Moment hat mich Ryan Gosling gerettet. Danach hat er mich zum Frühstück eingeladen und wir hatten einen total romantischen Morgen. Sonst wäre ich schon seit 7:00 im Büro.</p>
<p>Frau Roggen will gerade ihren Mund aufmachen, aber Georg geht flott an ihr vorbei während er ein spöttisches Om summt. Alexander der gerade bei Sabines Schreibtisch steht und sich ein Stück selbst gemachten Apfelkuchen geben lässt, wirft Georg einen genervten Blick zu.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Kannst du eigentlich einmal in deinem Leben pünktlich sein? Heute kommen die Praktikantinnen und wir müssen noch die Arbeitsplätze einrichten. Eine wird bei dir am Schreibtisch sitzen müssen.<br />
<strong>Georg zutiefst erschüttert:</strong> Was? Nö. Das geht ja mal gar nicht. Nullinger. Die kann bei dir am Schreibtisch sitzen.<br />
<strong>Baris:</strong> Wenn sie geil ist, habe ich auch kein Problem damit, wenn sie bei mir oder auf mir sitzt.</p>
<p><em>Absolut keiner lacht</em></p>
<p><strong>Alexander:</strong> Du musst sie einarbeiten &#8211; also bitte stress jetzt nicht herum. Ich hab besseres zu tun, als jedes mal mit dir über Anweisungen diskutieren zu müssen.<br />
<strong>Georg ein Ferkel imitierend:</strong> &#8216;über Anweisungen diskutieren&#8217;<br />
<strong>Martin lachend:</strong> Der Hahn mit Hufe!<br />
<strong>Georg:</strong> Ganz schön viele haben Hufe bei uns in der Bürogemeinschaft<br />
<strong>Sabine faucht von hinten:</strong> Einfach mal die Fresse halten, Georg!<br />
<strong>Georg zu Sabine:</strong> Guten Morgen, Herzblatt! [winkt]<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Was sind denn das für Umgangsformen hier, ist ja unglaublich. Ich bin nicht in der Lage in einem solchen Umfeld zu arbeiten. Herr Hahn, sprechen Sie doch mal ein Machtwort. Also wenn jetzt Herr Rott da wäre, dann würden hier andere Energien herrschen.<br />
<strong>Georg leise zu Alexander:</strong> Hauptsächlich sexuelle Energien zwischen den beiden.<br />
<strong>Alexander:</strong> Widerlich, Georg.<br />
<strong>Baris:</strong> Wann kommen jetzt die neuen Tussen?</p>
<p>Frau Roggen seufzt offensichtlich ein bisschen zu laut, schmeisst sich eine Hand voller Erdnüsse in den Mund und lässt sich auf ihren Stuhl plumpsen. Angesteckt wie von einem Gähnen, greift Sabine in ihre Chipstüte und fummelt die letzten fettigen Brösel heraus. Die Zeit vergeht nur langsam. Baris und Georg unterhalten sich in Facebook über &#8216;die Roggen&#8217;, Alexander telefoniert mit unfassbar wichtigen Kontakten. Georgs Telefon klingelt und auf dem Display wird Herrn Rotts Nummer angezeigt.</p>
<p><em><strong>Georg:</strong></em> Bestattungsinstitut &#8216;Starr und Steif&#8217;, Guten Tag, wer ist von uns gegangen?<br />
<em><strong>Herr Rott:</strong></em> Oh, äh &#8230; da muss ich mich wohl verwählt haben.<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Oh wie schade,  keine Leiche. Dann noch einen schönen Tag.<br />
<em><strong>Herr Rott:</strong></em> Äh, Georg?<br />
<em><strong>Georg amüsiert:</strong></em> ja<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Des is fei nicht sehr lustig, was ist wenn ich jetzt ein wichtiger Kunde gewesen wär?<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Ich habe diese extrem moderne Funktion an meinem Apparat, die es mir erlaubt zu sehen, wer mich anruft.<br />
<em><strong>Herr Rott erleichtert:</strong></em> Achso. Ja, so wie bei meinem Handy. Des hab ich da nämlich auch.</p>
<p>Auf diese Weise wird das Gespräch zu Georgs leid noch weitere 35 Minuten geführt. Zwischendurch legt Georg den Hörer zur Seite und spielt sein persönliches Verscheiden nach. Baris imitiert derweilen Herrn Rott und Georg kann sich das Lachen für einen kurzen Moment nicht verkneifen. Jedoch zu Georgs großem Glück hat Herr Rott gerade selbst einen über alle Stränge schlagend lustigen Witz entfesselt und geht selbstverständlich davon aus, dass Georg ihm nicht nur zugehört, sondern über seinen ausgefuchsten Jokus lacht. Frau Roggen ist derweilen schwer beschäftigt, Lochverstärker auf Dokumente zu pappen &#8211; dies mit einer Sorgfalt und Zeit, dass der Firma im Schnitt ein verstärktes Loch lediglich knapp einen Euro kostet.<br />
Die Ruhe oder auch Langeweile, je nachdem wie man die Dinge zu sehen vermag, wird plötzlich von zwei jungen hübschen Studentinnen unterbrochen. Die Praktikantinnen sind angekommen. Vera und Regina kommen herein. Anstatt sie direkt zu begrüßen, werden sie erst einmal unangenehm begafft. Die Stille wird von Herrn Hahn gebrochen.</p>
<p><strong>Alexander mit vollem Mund:</strong> Ah, da seid ihr ja!</p>
<p>Alexander kommt kauend auf die beiden zu und schüttelt ihnen die Hand. Vera schaut angewidert auf ihre Handfläche, die jetzt fettig glänzt und vom Geruch an eine ungarische Salami erinnert. Regina mustert angeregt Alexander und wirft ein paar vorsichtige Blicke in die Bürogemeinschaft. Jetzt steht auch Frau Roggen auf und bewegt sich auf die beiden zu, wie die neue Weightwatchers Spokesperson &#8211; flott, leicht joggend und überhaupt einfach nur atemberaubend elegant. Nur passt hier leider weder das Aussehen noch die Figur zur Körpersprache.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Also, sie müssen Frau Roggen sein, nehme ich an, wir hatten ja bereits telefoniert.<br />
<strong>Frau Roggen überschwänglich:</strong> Jaha, das bin ihich [zeigt mit beiden Daumen auf sich und grinst mit schräger Kopfhaltung den beiden entgegen]<br />
<strong>Regina leicht irritiert:</strong> Ja, schön Sie endlich in Person erleben zu dürfen. [erzwingt ein freundliches Lächeln]<br />
<strong>Alexander:</strong> Nun, nun. Lasst mich euch das Büro zeigen.</p>
<p><strong>Zwischenzeitlich in Reginas Gedankenwelt:</strong> <em>Oh Gott&#8230; wo bin ich hier bitte gelandet? Wer ist der Typ mit der Halbglatze da? Wieso glotzt der mich dauernd so notgeil an. Die Dicke dahinten glotzt auch. Oh Mann, ich habe mir das anders vorgestellt. Naja, erstmal lächeln. Wieso frisst diese ekelhafte Kuh Wiener Würstchen neben mir, während wir uns vorstellen. Das ist ja echt mal völlig daneben. Der Chef scheint ja auch eher von der properen Sorte zu sein &#8211; vielleicht sind ja die beiden in einem Wettbewerb, wessen Hemd besser spannt&#8230; und den Atem von dem Klops kann man ja nicht ertragen. Lieber Gott, Herr im Himmel, bitte bewahre mich davor und schütze mich, dass ich nicht von der eingearbeitet werde. </em></p>
<p><strong>Alexander:</strong> Georg, schwing dich mal hier rüber. Aber hopp!<br />
<strong>Georg genervt:</strong> Nett, dass du mich gleich im richtigen Verhältnis vorstellst. Georg der Bimbo.<br />
<strong>Regina mit ausgestreckter Hand:</strong> Hallo, ich bin Regina!<br />
<strong>Georg:</strong> Hallo!<br />
<strong>Vera:</strong> Hallo!<br />
<strong>Alexander:</strong> Wollt ihr einen Kaffee? Frau Roggen, können Sie bitte den beiden Damen einen Kaffee machen?</p>
<p>Frau Roggen ist nun sichtlich beleidigt, dass sie &#8211; die große St. Lili Roggen &#8211; den Praktikantinnen Kaffe machen muss. Vielleicht weil beide auch wesentlich schlanker und um ein Vielfaches hübscher sind als das gealterte Büropummelchen Lili. Ihren Missmut impliziert die Gute durch ein lautes in die Küche poltern und ein gut hörbares Schnaufen. Das Ganze wird durch einen wunderbaren Rotton in ihrem Gesicht unterstrichen, der mit glitzernd schillernden Schweißperlen ein unterhaltsam abstruses Bild von Peinlichkeit hervorruft.  Die Sympathien zwischen den werten Praktikantinnen und Frau Roggen sind wohl dadurch schon von Anfang an gebrochen, doch wie es die lenkende Kraft des Karmas (patentiert von Frau Roggen) so will, wird gleich wieder eine neue Brücke der Zuneigung aufgebaut, denn als Frau Roggen ihre Grazie in die Küche bewegt wird dies durch ein Nase-nach-oben-drücken von Baris imitiert.</p>
<p>Regina lacht kreischend. Alexander stolpert vor Schreck zurück und Vera bedeckt sich die Augen mit der Handfläche.</p>
<p><strong>Vera:</strong> Kannst du damit nicht wenigsten warten, bis die Verträge unterzeichnet sind?<br />
<strong>Regina, die versucht sich zusammenzureißen:</strong> Entschuldigung, tut mir leid, das kann manchmal bei mir vorkommen. Ich habe hin und wieder Schwierigkeiten die Lautstärke meiner Stimme zu kontrollieren.<br />
<strong>Georg:</strong> Vielleicht doch lieber auf den Kaffee verzichten? Vielleicht lieber einen Baldriantee?<br />
<strong>Alexander:</strong> Halt die Klappe, Georg.</p>
<p>Kurz darauf kommt schon Frau Roggen mit den lieblos zubereiteten Kaffees zurück. Zu jedem Kaffee gibt es ein Duplo, das Frau Roggen gewöhnlich auspackt und schön neben dem Kaffee garniert &#8211; diesmal nicht. Der Grant ist ihr immer noch deutlich ins Gesicht gezeichnet. Als sie jedoch neben Baris Schreibtisch vorbei rumpelt, bleibt sie mit einem Fuß in Baris Rucksackschlaufe hängen und stürzt nach vorne. Das Tablett saust mit den Kaffees durch die Luft. Vera als auch Regina bekommen jeweils ihre heiße Tasse Kaffee auf den Körper und Georg donnert das Tablett mit voller Wucht ins Gesicht.</p>
<p><strong>Vera kreischend:</strong> Oh mein Gott! AUA &#8230; Oh Gott ist das heiß.<br />
<strong>Regina noch wesentlich lauter:</strong> Ah verflucht! Oh Nein! AU!</p>
<p>Alexander ist noch dabei die Situation zu realisieren. Georg ist derweilen zu Boden gegangen und  eine nicht unbeträchtliche Menge Blut quillt aus seinem Mund und seiner Nase. Völlig irritiert versucht er aufzustehen, doch der Schwindel des Schocks zieht ihm den Boden erneut unter den Füßen weg. Vera als auch Regina reißen sich die Klamotten vom Körper und stehen schon kurz darauf in Unterwäsche im Büro. Sabine, die die Situation am schnellsten durchleuchtet eilt mit Tüchern herbei und kümmert sich sofort um Georg.</p>
<p><strong>Frau Roggen zitternd:</strong> Um Himmels Willen! &#8230; Es tut mir so leid &#8211; das wollte ich nicht. Oh weh! Was habe ich nur getan? Was habe ich nur getan &#8230;<br />
<strong>Sabine:</strong> Wie dumm sind Sie eigentlich? Georg bist Du wirklich verletzt?</p>
<p><em>Georg winselt etwas unverständliches </em></p>
<p>Georg rollen bereits die ersten Tränen über das Gesicht &#8211; in solchen Situationen tut er sich immer besonders leid. Baris als auch Martin sind fassungslos und wissen nicht einmal wie sie reagieren sollen. Jedoch sehen beide das Glück im Unglück &#8211; die halb nackten Praktikantinnen. Frau Roggen ist mittlerweile vor lauter Aufregung übel geworden und steht in der direkten Konkurrenz zu Georg, was die neu erworbene Gesichtsfarbe angeht. Ein Weiss-Grau mit einem Hauch von Aschgrün.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Können Sie nicht aufpassen? Hakt es bei Ihnen?<br />
<strong>Vera:</strong> Oh Mann &#8230; das kann doch gerade nicht ernsthaft passiert sein? Mein Outfit!<br />
<strong>Regina:</strong> Nein, mein Outfit &#8230; und der Kaffee war noch verdammt heiß. Wenn sich jetzt die Haut löst, dann flippe ich sowas von komplett aus!<br />
G<strong>eorg mit undeutlicher, verquollener Stimme:</strong> So ein blöder Dreck einfach nur&#8230; Das kommt davon, wenn man so ein krass dümmlicher Obertrampel wie die Roggen ist.<br />
<strong>Frau Roggen mit weinerlicher Stimme:</strong> Das ist so gemein, es war ein Versehen und ich werde nun hier von allen zutiefst beleidigt.</p>
<p>Ohne auch nur im Geringsten nachzulassen, quillt weiterhin Blut aus Georgs Nase und Mund hervor. Frau Roggen in einem Versuch ihre Fassung wieder zurück zu bekommen, geht auf Georg zu und will ihm aufhelfen.</p>
<p><strong>Sabine:</strong> Lassen Sie das, ok. Sie haben schon genug angerichtet. Gehen Sie lieber den Erste-Hilfe-Kasten holen.<br />
<strong>Martin lachend:</strong> Welcher Erste-Hilfe-Kasten?<br />
<strong>Sabine sauer:</strong> Jetzt ist wirklich keine Zeit für unlustige und unpassende Witze.</p>
<p>Als Frau Roggen sich über Georg aufrichtet, wird ihr schwindlig &#8211; da ihr mittlerweile schon wirklich übel geworden ist, dreht sich ihr der Magen um und ein monströser Schwall ihres Mageninhaltes entleert sich über Georg. Dieser versucht auszuweichen, schafft es aber nicht mehr rechtzeitig und bekommt alles ab. Frau Roggen fällt nach hinten zurück und bleibt stöhnend auf dem Boden liegen. Georg versucht geradezu panisch sich aufzurichten und übergibt sich vor Ekel selbst dabei. Ein Teil über den Boden, ein Teil auf Frau Roggen und selbst die Praktikantinnen bekommen etwas ab. Danach sackt er in sich zusammen und gibt sich einer befreienden Ohnmacht hin. Baris ist derart von der Situation irritiert, dass er einen schallenden Lachanfall bekommt &#8211; Martin wird davon angesteckt. Die Praktikantinnen sind vollkommen fassungslos und Sabine ist nun auch schlecht.</p>
<p><strong>Frau Roggen mit schwacher Stimme:</strong> Es tut mir leid &#8211; ich wollte doch nichts böses.<br />
<strong>Alexander:</strong> Was &#8230; zur &#8230; Hölle &#8230;</p>
<p>Frau Roggen richtet sich auf und weiß nichts besseres als der Situation zu entfliehen. Wie nach einem Unfall oder einem Attentat taumelt sie mit glasigen Augen aus dem Büro &#8211; sie scheint nichts mehr um sich wahrzunehmen und lediglich der Drang zu fliehen scheint ihre Motorik zu bewahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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		<title>Folge 0003 &#124; Ristretti contra Cardio</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2011 06:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kalter Wind begleitet von einem leichten aber unangenehmen Regen bläst durch die Innenstadt. Georg und Kim sitzen im Donutladen (Sweet Open Holes) und gönnen sich jeweils ein Stück Oreo-Torte (Die wirklich allerletzte vor der konsequenten 0-Diät) mit einer Dose Mountain Dew (Schleichwerbung). Der Besitzer des Donutladens, Michael Vanquez bedient gerade zwei Kunden, die auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kalter Wind begleitet von einem leichten aber unangenehmen Regen bläst durch die Innenstadt. Georg und Kim sitzen im Donutladen (Sweet Open Holes) und gönnen sich jeweils ein Stück Oreo-Torte (Die wirklich allerletzte vor der konsequenten 0-Diät) mit einer Dose Mountain Dew (Schleichwerbung). Der Besitzer des Donutladens, Michael Vanquez bedient gerade zwei Kunden, die auch durchaus vier sein könnten. Als die beiden sich nun endlich entschieden haben, welche Donuts sie für ihre 20er-Box wählen, das ganze eingepackt ist und der Laden schwer atmend verlassen wird, schreitet Michael mit erhobenem Haupt zu Georg und Kim.</p>
<p><strong>Michael:</strong> Oooh Goott, die kommen jeden Tag und kaufen zusammen eine 20er Box. Kein Wunder, dass die so aussehen. [rümpft die Nase]<br />
<strong>Georg:</strong> Wie schlafen solche Menschen eigentlich miteinander?<br />
<strong>Kim:</strong> wahrscheinlich hat er einen hammerfetten Dödel, der gleich eines Eisbrechers durch ihre Schichten wabbert und in ihr eine extatische Fettplosion auslöst.<br />
<strong>Georg:</strong> Danke, Kim &#8230; vielen Dank für deine nette Beschreibung. Das hat uns alle wieder ein Stück näher der Erleuchtung gebracht.<br />
<strong>Michael lachend:</strong> Fettplosion!<br />
<strong>Kim:</strong> Was denn? Biste neuerdings Zeuge Jehovas, oder was?<br />
<strong>Georg:</strong> Ja klar, da fällt mir ein, ich muss mich nachher noch 10 Stunden an die Straße Stellen und Wachturm-Ausgaben verteilen und morgen früh klingle ich die Leute wach und weise sie freundlich darauf hin, dass sie die Wahl haben, den Wachturm zu lesen oder für immer in der Hölle zu schmoren.<br />
<strong>Kim:</strong> Die sind so hart &#8211; wie wird man so?<br />
<strong>Michael:</strong> Ja ist doch logisch? Hallo &#8230; man muss einfach nur super langweilig sein und irgendwann merkt man halt dann so &#8211; &#8220;ja, ich habs halt irgendwie nicht geschafft, ich bin end scheiße&#8221; und dann geht man zu so ner Sekte um sich damit zu identifizieren &#8230; So &#8220;ah ich bin unsterblich und meine Seele ist total super und so&#8221; und schon findet man sich nicht mehr langweilig.</p>
<p><em>Kim und Georg lachen</em></p>
<p><strong>Michael:</strong> Übrigens, Christian &#8230; voll die Schlampe. [hier wäre es vielleicht wichtig zu erwähnen, dass Michael kein Maskulinum kennt - Christian ist männlich. Man erkennt entweder am Namen oder im Kontext um welches Geschlecht es sich handelt] Gestern hab ich sie mit der Alten da gesehen &#8211; die gegenüber von Andreas wohnt&#8230;<br />
<strong>Georg:</strong> Timo<br />
<strong>Michael:</strong> Ja, genau die &#8230; oh Gott, oder? Die ist hunderpro hiffplus &#8211; also ich würde der ja niemals auch nur die Hand schütteln.<br />
<strong>Kim:</strong> Echt? Bist du dir da sicher?<br />
<strong>Michael:</strong> Hundert Proho&#8230; Oh Gott, Hand ins Feuer! [fasst sich ans Dekolleté, schließt die Augen und nickt]</p>
<p>Georgs Handy vibriert in seiner Hosentasche. Er zieht es heraus und wirft einen skeptischen Blick darauf.</p>
<p><strong>Michael:</strong> Oh Gott, du bist ja echt die Allerwichtigste. [rollt mit den Augen]<br />
<strong>Kim kauend:</strong> Nö, das bin schon ich!<br />
<strong>Georg:</strong> Alex ruft an &#8211; da sollte ich besser mal rangehen.</p>
<p>Georg geht ans Handy &#8211; es ist wichtig zu wissen, dass Georg kaum an sein Handy geht. Meistens hat er keine Lust oder er merkt es einfach nicht oder aber er schuldet der Person, die ihn anruft noch Geld. Vielleicht hat er den Anrufer zuvor versetzt, irgendetwas wichtiges nicht erledigt etc. etc. &#8211; wie dem auch sei, Georg gehört zu den Personen, bei denen man relativ schnell die Mailbox-Ansage auswendig runterbeten kann.</p>
<p><em><strong>Georg:</strong></em> Hi Alex, was geht?<br />
<em><strong>Alexander:</strong></em> Ja, hi Georg. Also, morgen früh gegen 8:00 wird die neue Nespresso Maschine geliefert und ich kann so früh nicht ins Büro, weil ich einen relativ wichtigen Termin ausserhalb der Stadt habe. Deshalb musst du morgen allerspätestens um 8:00 im Büro sein um die Lieferung entgegen zu nehmen.<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Machst du Witze? 8:00 ist quasi noch mitten in der Nacht. Wieso muss ich das machen? Ruf Sabine oder die Roggen an.<br />
<em><strong>Alexander:</strong></em> Sabine hat einen Arzttermin und die Roggen kann nie vor 9:00&#8230; Also sei bitte morgen früh pünktlich da &#8211; und diesmal wirklich pünktlich, nicht Georg-pünktlich, ok?<br />
<em><strong>Georg sichtlich gestresst:</strong></em> Mann&#8230; sowas kannst du auch früher sagen.<br />
<em><strong>Alexander:</strong></em> Georg, nerv jetzt nicht, ja. Du musst morgen unbedingt pünktlich um 8:00 im Büro sein!<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Ja, ja, ja &#8230; passt schon.</p>
<p>Im Hintergrund hört man plötzlich Yuri kreischen.</p>
<p><em><strong>Yuri:</strong></em> Alex, sag mal hast du noch alle Tassen im Schrank! Du hast deinen scheiss Tee auf meine handgeschriebenen Liszt-Noten von 1870 gestellt. Oh Gott, du bist so dumm&#8230;<br />
<em><strong>Alexander zu Yuri:</strong></em> halt mal die Klappe, ja? Ich bin am Telefon.<br />
<em><strong>Yuri noch lauter:</strong></em> Ich soll die Klappe halten? Du hast gerade einen kreisrunden Teefleck auf meine original Liszt-Noten gemacht [motzt irgendwas auf koreanisch hinterher]<br />
<em><strong>Alexander zu Georg:</strong></em> Ok, ich muss jetzt auflegen. Bis morgen, ich werde so gegen 13:00 im Büro sein &#8211; zusammen mit Rott.<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Meinetwegen Aber &#8230; [Alex legt auf]</p>
<p>Georg überlegt sich für einen Moment auszuflippen, die Inneneinrichtung des Donutladens zu demolieren und hysterisch zu schreien, verwirft den Gedanken darauf jedoch sofort wieder. Für einen Moment wünscht er sich, nicht ans Telefon gegangen zu sein.</p>
<p><strong>Michael:</strong> Ist jemand gestorben oder was? [macht eine Kopfbewegung ähnlich einer Afro-Amerikanerin mit Attitüde - fehlt nur noch das Schnippen mit den Fingern]<br />
<strong>Kim:</strong> Du schaust so freundlich und ausgeglichen!<br />
<strong>Georg mit weinerlicher Stimme:</strong> Alex hat mir gerade die Stimmung ruiniert &#8211; morgen soll ich um 8:00 im Büro sein. Der spinnt, oder?<br />
<strong>Michael abfällig:</strong> Ah, die Dicke mit dem Porsche und den roten All Stars.</p>
<p><em>Kim lacht</em></p>
<p><strong>Kim:</strong> Um 8:00? Was genau ist jetzt so schlimm daran?<br />
<strong>Georg:</strong> Ich habe keinen Bock so mich so früh aus der Kiste zu quälen. Wieso muss man eigentlich so früh ins Büro? Ich schreib jetzt mal dieser Merkel einen Brief. Bürozeiten von 11:00 bis 14:00! Das muss reichen &#8211; dann ist man zumindest motiviert und wenn man drei Stunden produktiv arbeitet, dann sollte das passen.<br />
<strong>Kim:</strong> Mhm &#8230; geh halt gleich hartzen.<br />
<strong>Michael:</strong> Oh Gott, voll asozial [spitz seine Lippen und glotzt mit einer angehobenen Augenbraue vorwurfsvoll auf Georg]<br />
<strong>Georg: i</strong>ch hätte ja nichts dagegen, wenn ich dann wenigstens so 8000 Euro netto verdienen würde. Aber jeden Tag ins Büro gehen und mich für einen Hungerlohn psychischen Qualen auszusetzen?<br />
<strong>Kim:</strong> Psychische Qualen? Findest du nicht, dass du gerade ein klitzeklein wenig übertreibst?<br />
<strong>Georg:</strong> Telefonier du 10 mal am Tag mit dem Rott, während die Roggen mit ihrem Weight Watchers Stirnband um deinen Schreibtisch joggt und dabei aus höchster Überzeugung deine toten Verwandten wegpendelt.<br />
<strong>Michael mit der flachen Hand knapp über dem Mund:</strong> Oh Gott, so ne Esotante? [atmet laut hauchend durch den Mund aus]</p>
<p>Am nächsten Morgen um 8:15 in Georgs Wohnung</p>
<p><strong>Kim klopf an Georgs Tür:</strong> Hallo! Guten Morgen! Solltest du heute nicht bereits um 8:00 im Büro sein?<br />
Georg brummelt verschlafen etwas kaum verständliches zurück<br />
<strong>Georg Sekunden später:</strong> Verdammt! Oh Mann &#8230;</p>
<p>Nach genau 57 Sekunden steht Georg fertig angezogen mit Rucksack im Gang.</p>
<p><strong>Georg gehetzt:</strong> Kim, sag mal hast du zufällig noch einen Kaugummi?<br />
<strong>Kim:</strong> Wie wärs wenn du dir einfach die Zähne putzt? Die zwei Minuten machen es jetzt auch nicht mehr aus.<br />
<strong>Georg:</strong> Geht nicht, ich hab schon einen Taxi gerufen.<br />
<strong>Kim:</strong> Taxi? Du hast echt so einen Schaden&#8230; [kramt in ihrer Tasche herum] &#8230; hier</p>
<p>Georg steckt sich direkt den Kaugummi in den Mund und eilt davon. Kurz vor halb neun kommt Georg am Büro an. Vor der Türe steht schon ein genervter Lieferant, der wie es aussieht gerade mit Alexander telefoniert.</p>
<p><em><strong>Lieferant:</strong></em> Aber Sie wussten doch über den Liefertermin bescheid.<br />
<em><strong>Alexander:</strong></em> Ja, es sollte auch ein Mitarbeiter ab 8:00 vor Ort sein &#8230;</p>
<p>In genau diesem Moment kommt Georg die Treppe hochgeschossen und winkt dem Lieferanten entgegen. Nach einem längeren hin und her ist die Maschine dann aufgebaut, Georg wird kurz in die Funktionsweise eingeführt und die verschiedenen Kaffeesorten werden ihm erklärt. Kurz darauf trudeln Sabine und Frau Roggen ein, die nach einer kleinen Einführung von Georg, neben diesem, eine Tasse frischen duftenden Kaffee auf ihrem Schreibtisch stehen haben und sich angeregt über dessen Qualität unterhalten. Sabine hat neben dem Kaffe auch noch zwei Schokocroissants und Frau Roggen zwei paar Wiener und ein Olivenciabatta auf dem Schreibtisch. Als dann auch Baris und nicht lange danach Martin kommen, ist die Belegschaft fast komplett.</p>
<p><strong>Sabine mit vollem Mund:</strong> Baris, hast du die Produkte für den Newsletter fertig? Du wolltest mir die spätestens bis gestern Abend geschickt haben.<br />
<strong>Baris gelangweilt:</strong> Ja, gleich. Bin hier gerade noch busy.<br />
<strong>Sabine kauend:</strong> Beeil dich bitte [wendet sich zu Georg] &#8230; und von dir brauche ich bitte die Texte, sonst können wir heute wieder nicht verschicken. Wenn hier nachher der Rott aufschlägt und wir den bis dahin nicht fertig haben, dann kriegt er wieder so einen unschönen roten Kopf mit blauen pulsierenden Schlagadern. Ist zwar recht unterhaltsam aber wenn wir das zu oft haben, wird es mit der Zeit nur langweilig.<br />
<strong>Georg noch gelangweilter:</strong> Ja, chill mal, ok&#8230; ich bin so gut wie fertig&#8230;. und nein, sowas wird grundsätzlich nicht langweilig &#8211; immer lustig.</p>
<p>Georg öffnet das Dokument mit den Texten für den aktuellen Newsletter und überarbeitet diese flüchtig. Danach speichert er die Datei ab und geht sich einen weiteren Kaffee machen. Martin sieht bei Georg das geöffnete Dokument und schleicht sich schnell an dessen Schreibtisch um etwas daran zu ändern, speichert und geht gerade rechtzeitig zurück an seinen Arbeitsplatz.</p>
<p><strong>Georg kurz darauf:</strong> So, ich hab dir den Text geschickt.<br />
<strong>Baris:</strong> Ja, Produkte sind auch fertig, kannst sie dir aus der Dropbox ziehen.<br />
<strong>Sabine:</strong> Ein Wunder, ihr reagiert auf Arbeitsanweisungen [zwickt sich demonstrativ]<br />
<strong>Georg:</strong> Schade, dass du keinen Like-Button hast, Sabine. Du bist so liebenswert und cool.<br />
<strong>Baris lachend:</strong> Ja, total cool, die Sabine. Vielleicht wenn ich mal groß bin, finden mich die Leute auch so cool wie die Sabine.<br />
<strong>Georg:</strong> Wird schwer werden &#8211; es sei denn du trägst auch Speedcats mit Schlaghose &#8211; ist immer in.</p>
<p>Sabine zeigt abwechselnd Baris und Georg den Mittelfinger</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Das ist jetzt nicht angebracht, meine Herren. Jeder darf sich modisch nach seinen Wünschen und Vorstellungen entfalten.<br />
<strong>Martin leise zu Georg:</strong> Also die Roggen entfaltet sich ja erst, nachdem sie sich ausgezogen hat.</p>
<p>Georg und Martin haben ihren täglichen 5-Minuten Lachanfall. Bald darauf kommen Alexander und Herr Rott ins Büro &#8211; beide haben sichtlich gute Laune und Herr Rott hat wohl schon im Vorfeld von Alexander erfahren, dass eine neue Nespresso-Maschine auf die beiden wartet. Nach den üblichen, dämlichen und teilweise zutiefst nervtötenden Begrüßungssprüchen von Herrn Rott, die Georg, Baris, Sabine und Martin wirklich ernsthaft belästigen, bewegen sich Herr Rott und Alexander zur neuen Kaffeemaschine.</p>
<p><strong>Sabine:</strong> Der neue Newsletter ist gerade rausgegangen.<br />
<strong>Alexander:</strong> Sehr gut! Ich schau ihn mir gleich an<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Wunderbar, jetzt machmamamia ordentlich Umsatz [reibt seine dicken Wurstfinger aneinander]<br />
<strong>Alexander:</strong> Was für einen Kaffee möchtest du denn, Christoph?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja, ich nimm was starkes, was hast du denn da?<br />
<strong>Alexander:</strong> Naja, das Stärkste sind laut Beschreibung die Ristretti, die haben einen Stärkegrad von 10. Möchtest du den haben?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja, den probier ich jetzt amal gleich &#8230; [klopf dreimal mit den Knöcheln an die Kaffeemaschine. Warum er das macht, ist jedem schleierhaft]</p>
<p>Alexander lässt sich und Herrn Rott jeweils einen Kaffee aus der Maschine. Herr Rott nimmt den Ristretto entgegen und schwenkt die Tasse kurz, riecht daran und trinkt - als wäre er der südamerikanische Kaffee-Kaiser höchstpersönlich. <strong>[Ristretto 1]</strong></p>
<p><strong>Alexander:</strong> Der schmeckt gar nicht schlecht, oder?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Nicht schlecht, ja. Ein bisschen wenig. Ich glaub ich nimmia noch einen Doppelten.</p>
<p>Herr Rott lässt sich von Alexander einen doppelten Ristretto (mit zwei Pads) machen. <strong>[Ristretti 2 und 3]</strong></p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Schön, schön &#8230; die sind gut und leicht zu machen. Da musst Du mia amal die Kontaktdaten geben, damit ich für die Filialen solche Kaffeemaschinen bestellen kann.<br />
<strong>Alexander:</strong> Also, ich denke für so eine Provinzfiliale sind diese Maschinen dann doch etwas teuer.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Provinzfiliale? Warst du schon mal in einer meiner Filialen? Die sind top, sag ich dir Alexander. Top sind die.<br />
<strong>Alexander:</strong> Ja, ich bin mir sicher.</p>
<p>Herr Rott redet weiter, aber Alexander hört nicht mehr zu, da er damit beschäftigt ist den Newsletter zu lesen. Herr Rott ist derweilen dabei sich einen weiteren Ristretto zu gönnen. <strong>[Ristretto 4]</strong> Plötzlich wird Alexander ganz blass im Gesicht und schaut schockiert auf.</p>
<p><strong>Alexander mit zorniger Stimme:</strong> Wer zum Teufel hat den Newsletter ruiniert?<br />
<strong>Sabine:</strong> Bitte was? Was soll denn mit dem Newsletter sein?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Was denn, ruiniert? Was ist denn?<br />
<strong>Georg verwundert:</strong> Wie bitte? Ich hab nichts gemacht! Ich hab nur den Text geschrieben.<br />
<strong>Baris:</strong> Was ist denn los?</p>
<p>Martin wird rot und muss sich das Lachen verkneifen. Frau Roggen schaut hilflos in Alexanders Richtung und fürchtet sich geradezu vor der Offenbarung des Fehlers.</p>
<p><strong>Alexander liest fassungslos vor:</strong> &#8216;Der nach Lotusblüten duftende Conditioner, macht das Haar und Ihre Nippel geschmeidig&#8217;<br />
<strong>Herr Rott laut:</strong> Bitte was?<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Um Gottes Willen? Herr Hahn, meinen Sie das gerade ernst? Um Himmels Willen! [fasst sich an die Stirn]</p>
<p>Sabine, Georg, Martin als auch Baris halten die Luft an und kämpfen mit aller Kraft, nicht loszulachen. Herr Rott scheint irgendwie nicht genau zu verstehen was gerade passiert. Er kann sich nicht entscheiden, wie er reagieren soll, deshalb hält er sich an Alexanders Reaktion und imitiert diesen.  Christoph fehlt hier jedoch die nötige Souveränität und es wirkt ein bisschen, als würde Ottfried Fischer den sterbenden Schwan tanzen.</p>
<p><strong>Alexander entnervt:</strong> Also, wer hat das zu verantworten?<br />
<strong>Georg amüsiert und verwirrt:</strong> Jetzt ganz ernsthaft, ich habe keine Ahnung.<br />
<strong>Sabine bedauernd:</strong> Ich habe das übersehen&#8230;</p>
<p><em>Martin lacht</em></p>
<p><strong>Alexander:</strong> Martin, du Idiot! Das ist nicht lustig. Der Newsletter ging an 34.000 Leute &#8211; viele davon wichtige Stammkunden. Hast du eigentlich eine Ahnung, was das für Konsequenzen auf den Umsatz haben wird?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Sowas kömmamamia nicht gebrauchen. Da hagelt es jetzt Abmahnungen. Alexander, dem Herrn Winter sollten wir jetzt eine Abmahnung machen.</p>
<p>Alexander rollt mit den Augen</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Also erstens ist Martin gesellschaftlicher Geschäftsführer und kann aus diesem Grund nicht wirklich abgemahnt werden. Hierzu müsste ein Angestelltenverhältnis bestehen und zweitens haben wir keine Möglichkeiten Abmahnungen auf ein DinA10 Blatt zu drucken. [lacht einen Moment über seinen großartigen Scherz, den Herr Rott selbstverständlich nicht versteht]<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Also, mit mir wird sowas nicht gemacht! Mit mir! Herr Winter, wenn es da jetzt einen Schaden gibt, kommen Sie dafür auf.<br />
<strong>Alexander:</strong> Jetzt beruhigen wir uns alle wieder. Es ist nur ein bisschen peinlich, möglicherweise könnten es ein paar Kunden unseriös finden, jedoch der Großteil wird es nicht bemerken. Da kaufen sowieso nur relativ dumme Hausfrauen ein, die sich das dann wahrscheinlich ernsthaft auf die Brustwarzen reiben.</p>
<p>Herr Rott schaut als wäre er kurz vor einem Hirnschlag und man sieht deutlich wie ihm Speichel in den Mundwinkeln aufsteigt.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Genau genommen kann es sogar sein, dass es sich positiv auf das Geschäft auswirkt, da solche Absurditäten oftmals zu Mundpropaganda führen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn manche Leute sogar den Newsletter an Dritte weiterleiten.</p>
<p>Eine absonderliche Spastik zuckt durch Christophs Gesicht, gefolgt von einem lauten Schluckgeräusch, welches auf eine größere Speichelansammlung im Mund hinweist. Als hätte man das Licht eingeschaltet, durchflutet ein plötzliches Leuchten die Augen von Herrn Rott und das grimmigen Doggengesicht verwandelt sich in eine anmutende Engelsputte.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Ja, der Martin! Der kleine Teufel &#8211; ausgefuchst und schlau! [drischt Martin zwischen die Schulterblätter]</p>
<p>Martin stolpert nach vorne und rempelt Frau Roggen an, dabei springt ihr ein Knopf der Bluse ab und sofort quillt Bauchfett hervor. Perplex und beschämt eilt sie zu ihrem Arbeitsplatz und zieht ihr Jäckchen an.</p>
<p><strong>Martin:</strong> Oh, tut mir leid Frau Roggen, war keine Absicht.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Kann passieren. Ich hatte heute auch den ein oder anderen negativen Gedanken. [lacht] Instant Karma [lacht nochmal]</p>
<p>Aufgrund der absolut hohen Auffassungsgabe von Christoph Rott, kann er mittlerweile schon selbst die hochkomplizierte Nespresso-Maschine benutzen. Er lässt sich einen weiteren doppelten Ristretto raus. <strong>[Ristretti 5 und 6] </strong>Sabine ist gerade munter dabei ihren Kartoffelsalat mit einer extra Portion Mayonnaise zu versehen, Baris telefoniert mit seiner Freundin und Martin postet Epic-Fail-Bilder auf Facebook. Christoph Rott unterhält sich angeregt mit Georg und Alexander hat anhand einer fadenscheinigen Ausrede erstmal das Büro für eine Weile verlassen.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Ich hab da eine Vision mit dem Internet. Mit den Filialen, da kaufen die Leute ja nur was, wenn man das denen halt wirklich auch erklärt. Da hammamamia Schulungen schon für die Mitarbeiter gezahlt, noch und nöcher und das bringt nicht soviel Umsatz. Da kann man sein Geld auch gleich ausm Fenster schmeißen. [lacht]<br />
<strong>Georg leidend:</strong> Ja, im Internet kaufen die Leute mehr als in deiner Filiale.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja, das kann man wohl sagen. Das ist ja wie eine Filiale im Internet &#8211; und Georg, wie viele Leute gehen da jeden Tag rein? Wenn jetzt auf der Welt 5 Milliarden Menschen leben und davon nur 2 Prozent ins Internet gehen, dann sind das ja &#8230; äh &#8230; hunderttausende, sind das!<br />
<strong>Georg noch leidender:</strong> Es leben fast 7 Milliarden Menschen auf der Erde und zwei Prozent von 7 Milliarden sind 140 Millionen Menschen. Aber ich glaube nicht, dass die alle auf unseren Internetshop gehen und Shampoos kaufen, zumal die nicht alle deutsch sprechen. Ausserdem geht man davon aus, dass weit über eine Milliarde Menschen Zugang zum Internet haben.<br />
<strong>Herr Rott ganz begeistert:</strong> Über eine Milliarde? Toll! Das ist ja noch besser für uns.</p>
<p>Georg kann sich ein lautes Seufzen nicht mehr verkneifen. Herr Rott geht derweilen mit einem breiten Grinsen zurück zur Nespresso-Maschine und gönnt sich &#8211; wer hätte es gedacht &#8211; einen weiteren doppelten Ristretto. <strong>[Ristretti 7 und 8]</strong></p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Ach Herr Rott, Sie sollten nicht soviel von dem ganz starken Kaffee trinken, das ist nicht gesund.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Mich haut so schnell nichts um [zwinkert Frau Roggen an]<br />
<strong>Sabine:</strong> Naja, also genau genommen ist Koffein ein psychoaktives Alkaloid &#8211; also ein Nervengift. Man sollte da nicht mit übertreiben.</p>
<p>Herr Rott lacht als hätte ein kleines Kind gerade etwas dumm-witziges gesagt. Um allen zu zeigen wie extrem widerstandsfähig, männlich und toll er ist, geht er demonstrativ zur Kaffeemaschine und lässt sich einen weiteren doppelten Ristretto raus. <strong>[Ristretti 9 und 10] </strong>Baris schaut kurz von seinem Arbeitsplatz auf, schüttelt den Kopf und widmet sich wieder seiner Arbeit. Nach einer Weile fängt Herr Rott an vermehrt zu schwitzen und er steckt seine Hände in die Hosentaschen &#8211; ganz offensichtlich um einen Tremor zu verbergen. An seinem Hals erkennt man, dass sein Herz viel viel viel zu schnell schlägt und erste Tropfen bilden sich auf seiner Stirn.</p>
<p><strong>Herr Rott mit gezwungen gelassener Stimme:</strong> So alle miteinander, ich muss langsam amal wieder weiter. Sagt mir dem Alexander toi toi toi.</p>
<p>Ja, er hat wirklich &#8216;toi toi toi&#8217; gesagt. Herr Rott geht schnell aus dem Büro und kurz darauf hört man seinen Wagen wegfahren. Der weitere Verlauf des Büronachmittages birgt keine besonderen Zwischenfälle. Frau Roggen zieht sich eine Engelskarte, da sie leichte Kopfschmerzen hat und wissen möchte aus welchem Grund, Martin widmet sich seiner Programmierung und Georg quält sich neben kurzen Facebook Unterbrechungen durch die Textüberarbeitung von über 2000 Haarprodukten.</p>
<p>Am nächtsten Morgen um 10:23 klingelt Georgs Telefon.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Hey Georg, ich komme heute ein bisschen später, ich muss noch ein Paket von der Post abholen. Ich habe mir Weingläser vo Riedel bestellt &#8211; sind die Besten. Muss ich dir gelegentlich mal zeigen. Ach ja und der Rott ist im Krankenhaus, der hatte gestern einen leichten Herzinfarkt.<br />
<strong>Georg mit makabrer, amüsierter Stimme:</strong> Ach was?</p>
<p>Genau zwei Tage später um die Mittagszeit kommt Herr Rott ins Büro gestampft. Georg, der im Moment alleine am Arbeitsplatz ist, zwingt sich, Herrn Rott mit einem freundlichen Lächeln zu empfangen. Die Belegschaft ist am Mittagstisch und Georg, der eigentlich immer dabei ist, bleibt heute zurück, um einen wichtigen Anruf entgegen zu nehmen.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Der Georg! Grüß dich! Wo sind denn alle?<br />
<strong>Georg:</strong> Hallo Christoph! Die sind beim Essen. Wie geht es dir? Ich habe gehört du hattest einen leichten Herzinfarkt.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Ja das stimmt. Aber ist ja nichts weiter passiert. Da braucht es schon ganz andere Umstände um mich wirklich umzuhauen. Die haben mir einen Schlauch oben am Oberschenkel rein und sind damit bis zum Herz rauf, willst dus sehen?<br />
<strong>Georg:</strong> Ach, muss jetzt nicht &#8230; [wird von Herrn Rott unterbrochen]<br />
<strong>Herr Rott:</strong> Da schau, der ganze Oberschenkel ist schwarz.</p>
<p>Herr Rott knöpft sich die Hose auf, zieht sie bis zu den Knien herunter und dreht seinen Oberschenkel nach außen. Der Schenkel ist schwarz-blau. Der Anblick löst bei Georg sofort einen ungeheuren Ekel und eine starke Fluchtmotivation aus. Als Herr Rott den Schenkel bis ganz nach aussen gedreht hat, fällt ihm sein Skrotum aus der Boxershort. Georg sieht sich selbst vor seinem inneren Auge, wie er vom Stuhl wegspringt, durch die Scheibe knallt und sich im Sprung, markdurchdringend brüllend, die Augäpfel aus den Sockeln reißt &#8211; es bleibt aber nur bei einem kurzen Schrei. Georgs Mund bleibt aber offen stehen. In diesem Moment kommt gerade Frau Roggen super sportlich durch die Eingangstür gejoggt. Sie sieht die Szene, Georg mit offenen Mund und Herrn Rott mit entblößtem Skrotum, schreit schockiert und läuft aus dem Büro.</p>
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		<title>Folge 0002 &#124; Rottscher Telefonterror</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 05:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist immer noch März. Der Tag ist kalt-sonnig, einige Vögel zwitschern, an den Straßen kleben graue Schneereste und das erste Grün räkelt sich langsam aber sicher der kargen Sonnenstrahlung entgegen. Derweilen sitzen Hahn und Winter der Hahn und Winter GmbH an ihren Computern und bekriegen sich in Counter Strike. Frau Roggen, die sich nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer noch März. Der Tag ist kalt-sonnig, einige Vögel zwitschern, an den Straßen kleben graue Schneereste und das erste Grün räkelt sich langsam aber sicher der kargen Sonnenstrahlung entgegen. Derweilen sitzen Hahn und Winter der Hahn und Winter GmbH an ihren Computern und bekriegen sich in Counter Strike.</p>
<p>Frau Roggen, die sich nach der letzten Eskalation wieder beruhigt hat und nach ein paar Zeilen von Blavatskys &#8220;Stimme der Stille&#8221; feststellte, dass ein von Menschen besiedelter Planet die größte Hölle ist, ärgert sich über Fettflecken auf notariell-unterzeichneten Dokumenten. Die Flecken stammen übrigens von ihren Fingern, die kurz davor in einer Ültje Erdnussdose versunken waren. Sabine sitzt mit dem Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter auf ihrem Stuhl, den sie gerade versucht mit beiden Händen hektisch besser einzustellen. Vor der Tür stehen Baris und Knoppers und rauchen. Georg starrt sichtlich genervt auf sein klingelndes Telefon.</p>
<p><strong>Georg:</strong> Alex, ich verzichte auf 50%  meines extrem großzügigen Gehaltes, wenn ich nie wieder mit Rott am Telefon reden muss &#8211; überhaupt mit ihm reden muss. Bitte, bitte befreie mich von diesem Terror. Es ist mittlerweile das 14 mal, dass er heute anruft.<br />
<strong>Alexander:</strong> &#8230; stell dich nicht so an &#8211; Martin du kleine Ratte, ich war gerade abgelenkt, das zählt nicht.<br />
<strong>Martin:</strong> Pech, Hahn &#8230; Pech!</p>
<p>Georg rollt mit den Augen und geht widerwillig ans Telefon.</p>
<p><em><strong>Georg:</strong></em> Hallo Christoph, alles klar?<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Ich habe gerade eine neue Bestellung aufgegeben, da kriegmamamia einen Naturalrabatt von 6%<br />
<strong>Georg:</strong> Oh? Was genau für Produkte hast du denn bestellt?<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Von Kerastase habe ich eine Bestellung aufgegeben &#8211; 1200 Haarmasken, die verkaufen wir jetzt zu einem super Preis und schon kann die Konkurrenz einpacken.<br />
<strong><em>Georg:</em></strong> Du hast 1200 Haarmasken gekauft? Ok? Und wie wollen wir die jemals an den Mann bringen?<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Ganz einfach, da machen wir jetzt Bundles. Wie an Weihnachten. Da kömmamamia die Weihnachtsbundles nehmen und ändern.<br />
<em><strong>Georg:</strong></em> Die Weihnachtsbundles liefen nicht besonders gut &#8211; Haarmasken laufen nicht besonders gut. Das kaufen die Wenigsten.<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Ich nehm dann auch welche in die Filialen und wenn wir jetzt dann bald expandieren, dann gehn die weg wie warme Semmeln, sag ich dir, Georg.</p>
<p>Alexander wird auf das Gespräch aufmerksam und kommt an den Schreibtisch, während er sich mit dem Zeigefinger an die Schläfe klopft. Frau Roggen zieht gerade einen &#8216;Kosmische-Energie Tachyonen Engelsaufkleber&#8217; von der Folie um diesen auf ihr neues Handy zu kleben. Dadurch werden nicht nur schwarzmagische Angriffe geblockt, sondern auch die Strahlung des Handys verschwindet gänzlich. Das eigentliche Wunder daran: Sie kann trotz völlig transzendierter Strahlung immer noch telefonieren.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Hast du gerade 1200 Kerastase Haarmasken gesagt? Tickt der noch ganz richtig? Gib mir mal das Telefon.</p>
<p><em><strong>Georg:</strong></em> Christoph, Alex will dir was sagen.</p>
<p>Georg hat kaum ausgesprochen, da hat ihm Alexander auch schon das Telefon aus der Hand gezerrt. Im Hintergrund hört man das Knistern einer Chipstüte von Sabines Schreibtisch und Baris kommt gerade wieder vom Rauchen zurück. Knoppers macht sich auf den Weg zurück ins Lager und träumt simple Träume eines simplen Lebens.</p>
<p><em><strong>Alexander:</strong></em> Sag mal, wieso kannst du denn sowas nicht vorher mit mir absprechen? Du kannst nicht einfach solche Entscheidungen treffen, ohne vorher mit mir Rücksprache zu halten.<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Ach Alexander&#8230; Das ist Kerastase, das verkauft sich wie Wasser in der Wüste.<br />
<em><strong>Alexander:</strong></em> Wasser in der Wüste? Du vergleichst hochpreisige Haarmasken mit Wasser in der Wüste? Ich glaube viel mehr, dass du vor irgendeinem dahergelaufenem Vertreterdeppen einen auf dicke Hose machen wolltest und dir irgendeinen Müll hast andrehen lassen. Das kann einfach nicht sein. 1200 Haarmasken. Wenn jeder 40 Kunde eine kauft, brauchen wir einen Durchlauf von 48.000 Kunden.<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> Jetzt halt dich mal ein bisschen zurück. Wir expandieren &#8211; das kriegen wir locker an den Mann, locker! Da macht der Georg jetzt Spezialbundles mit einem Extrarabatt und du stellst in Google dieses Ads-Wöds ein und dann PENG, sag ich dir, Alexander, PENG!</p>
<p><em>Alexander seufzt</em></p>
<p><em><strong>Christoph:</strong></em> Du ich bin gerade sowieso in der Nähe, ich hab da einen Vertreter Termin gehabt &#8211; eine neue Marke &#8220;Dare my Hair&#8221; &#8211; das wird der Renner.<br />
<em><strong>Alexander unterbricht:</strong></em> Kein Mensch kauft eine neue Marke, die sich noch nicht im Markt durchgesetzt hat<br />
<em><strong>Christoph:</strong></em> äh, ich schau danach auf jeden Fall noch bei euch vorbei, dann kömmamamia des unter vier Augen nochmal besprechen. Ich sag dir, das kommt ganz groß raus.</p>
<p>Alexander reibt sich die Augen und legt auf. Georg muss sich mit viel Kraft das Lachen verkneifen.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Der Typ treibt uns noch alle in den Ruin.<br />
<strong>Georg:</strong> Ich kenne kaum jemanden mit derartig vielen Macken, wie Christoph sie hat &#8211; Macken und Pickel &#8211; wie sein Sohn.<br />
<strong>Alexander:</strong> Pfui Teufel, Georg.<br />
<strong>Georg:</strong> Letztens erst wieder so eine gelb-weisse Zeitbombe auf dem Hals &#8211; da kann man gar nicht mehr zuhören, weil man immer irgendwie unter Spannung steht und Angst hat, dass das Teil aufplatzt, oder er aus Versehen drüber kratzt und mir danach seine Hand auf die Schulter legt.<br />
<strong>Martin stößt in die Runde:</strong> Du bist sooo widerlich, Georg.<br />
<strong>Sabine von hinten:</strong> Wenn ihr mich kotzen sehen wollt, dann macht nur weiter so. Aber das wird dann nicht schön, ich habe heute schon relativ viel zu mir genommen. [Sabine stößt auf, schluckt und atmet demonstrativ durch den Mund aus]<br />
<strong>Georg:</strong> Sabine. Mach das bitte nie nie nie wieder. Damit kannst du langzeitliche, schwerste psychische Störungen bei mir und deinen Kollegen auslösen.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Psychische Störungen sind nichts weiter als ein karmisches Ungleichgewicht, dass sich über tausende Inkarnationen erstreckt.<br />
<strong>Georg:</strong> Glauben Sie mir Frau Roggen, Sabine kann problemlos psychische Schäden bei anderen hervorrufen, die tausende von Inkarnationen zum Heilen brauchen. Genau genommen wirft sie damit das Universum Jahrmillionen im Bestreben nach Einheit zurück.</p>
<p>Sabine rückt Georg mit ihrer Chipstüte auf die Pelle, nimmt demonstrativ eine besonders große Kartoffelscheibe aus der Tüte und bewegt ihren Kopf bis etwa 4cm vor Georgs Ohr und beginnt mit offenem Mund zu kauen.</p>
<p>Georg stürzt sich von seinem Stuhl, rollt sich ab und flüchtet unter den nächstgelegenen Schreibtisch und schiebt einen Stuhl zum Schutz davor.</p>
<p><strong>Georg winselt:</strong> Aaaaah, ich kann nie wieder in meinem Leben Chips essen. Das Geräusch und den Geruch &#8211; ich werde es nie wieder loswerden. &#8230; tötet mich, bitte tööötet mich!</p>
<p><em> Einige Stunden vergehen</em></p>
<p>Ein protziger Mercedes fährt die EInfahrt hoch und braust aufdringlich mit quietschenden Reifen auf die Parkplätze der Hahn und Winter GmbH. Der Wagen kommt schräg, zwei Plätze für sich beanspruchend, zum Stehen. Die Türe wird mit Wucht aufgeschwungen und mit einem lauten Stöhnen und Ächzen zwängt sich der nicht besonders sportliche Herr Rott aus seinem offensichtlich sportlichen Auto. Alexander, Sabine, Georg und Martin sehen zum Fenster hinaus und werden durch die Ankunft von Herrn Rott keinesfalls mit Glücksgefühlen geschwängert, lediglich Frau Roggen hüpft auf ihre Stampfer und ist sichtlich begeistert, dass der Rott das Büro mit seiner Anwesenheit beglückt.</p>
<p><strong>Herr Rott beim Reinkommen:</strong> Ja, ja, ja &#8230; Grüßt Euch alle zusammen!<br />
<strong>Herr Rott zu Alexander:</strong> Alexander! Wie laufen die Geschäfte [ohne auf eine Antwort zu warten richtet er seine Aufmerksamkeit zu Georg] und? hast du schon Bundles angelegt?<br />
<strong>Georg:</strong> leider, leider bin ich noch nicht dazu gekommen. Sooo viel zu tun. Ich hatte kaum Zeit meinen Kaffee zu trinken.<br />
<strong>Martin:</strong> bevor oder nachdem du Facebook auswendig gelernt hast?<br />
<strong>Baris:</strong> ich glaube du verwechselst das mit gayromeo.de</p>
<p><em>Alexander lacht</em><br />
<em> Frau Roggen schüttelt den Kopf</em></p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> also darüber sollten Sie nicht lachen, Herr Hahn.<br />
<strong>Alexander:</strong> Frau Roggen, ich bin nun einmal ein froher und sehr spiritueller Mensch. Lachen heilt die Seele, wissen Sie.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Ja Herr Hahn, Jaaa!</p>
<p>Frau Roggen umarmt Alexander und drückt ihn an sich.</p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Mich drücken Sie nie, Frau Roggen &#8211; von einem heißen Feger wie Ihnen, lass ich mich gerne auch mal länger drücken.</p>
<p><em>Frau Roggen kichert beschämt</em></p>
<p><strong>Herr Rott:</strong> Du Alexander, ich muss ein paar Shampongs mitnehmen, weil ich was in die Filialen tun muss.<br />
<strong>Alexander:</strong> schon wieder? Aber bitte nicht die Bestseller, sonst bekommen wir Lieferschwierigkeiten.<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Ich kann ja mit runter kommen und Ihnen ein bisschen zur Hand gehen &#8211; ich wollte mir sowieso ein bisschen die Beine vertreten.<br />
<strong>Alexander:</strong> ja machen Sie das.<br />
<strong>Herr Rott:</strong> und der Georg macht solang die Bundles fertig!</p>
<p>Dabei schlägt Herr Rott Georg freundschaftlich-befehlend auf die Schulter. Da er aber ein Trampel ist und kaum seine Kraftmomente richtig einschätzen kann, donnert er Georg mit einer Wucht auf die Schulter, dass dieser fast zusammensackt.</p>
<p><strong>Georg:</strong> Kannst du es bitte unterlassen mich aus dem Nichts zu verprügeln?<br />
<strong>Herr Rott:</strong> jetzt sei doch nicht so eine Memme. Haha, der Georg, so eine Memme. So wird man, wenn man nicht im Militär war. Ich bin ja mit Hubschraubern dort geflogen und Lastwagen gefahren. 40 Tonner, Georg. Ich bin da schon aus einem ganz anderem Holz geschnitzt.</p>
<p>Christoph Rott und Lili Roggen machen sich auf den Weg ins Lager. Georg sitzt an seinem Schreibtisch und reibt sich die Schulter. Sabine vertilgt gerade genüsslich eine in der Mikrowelle aufgewärmte Drei-Portionen-Dose Ravioli mit Frischkäse (Doppelrahmstufe) und Martin lästert mit Alexander über Frau Roggens Schneekugel (Ein Engel für positive Gedanken)</p>
<p><strong>Sabine kauend:</strong> Ich habe heute Abend irgendwie Lust auf italienisch.<br />
<strong>Martin:</strong> hast du nicht immer Lust auf italienisch?<br />
<strong>Sabine:</strong> kannst du dich bitte auf einen Stuhl stellen, wenn du mit mir sprichst, sonst kann ich dich leider nicht sehen und bilde mir ein Stimmen zu hören<br />
<strong>Georg:</strong> er braucht ja eine Leiter um auf den Stuhl zu kommen<br />
<strong>Martin:</strong> ihr seid alle so witzig! Komisch, dass ihr im Büro arbeitet und keine weltberühmten Komiker seid.</p>
<p>Eli schreitet mit einem breiten Grinsen und einem halb-schüchternen Hi zur Tür herein.</p>
<p><strong>Georg:</strong> Hi! Schön, dass du da bist, was gibt&#8217;s denn?<br />
<strong>Eli:</strong> Ich dachte, wir könnten zusammen nach der Arbeit was essen gehen.<br />
<strong>Alexander:</strong> Georg ist heute zweieinhalb Stunden zu spät gekommen. Ich denke nicht, dass er so schnell gehen wird.<br />
<strong>Georg:</strong> spieß mal nicht so krass ab, ok<br />
<strong>Martin:</strong> der Hahn ist jetzt total professionell, seit die Roggen da ist.<br />
<strong>Georg lachend:</strong> ja, das neue Traumpaar &#8211; könnten hübsche Kinder werden.<br />
<strong>Eli:</strong> die wären ja dann schon eher von der properen Sorte &#8211; Babies die nicht heulen, sondern quieken</p>
<p>Martin und Georg lachen</p>
<p><strong>Alexander:</strong> In meinem Leben habe ich noch nichts unlustigeres gehört. Es ist kaum möglich in diesem Dasein etwas auszusprechen oder zu fabrizieren, das auch nur im Ansatz unlustiger ist als ihr. Das Gremium der zeitlosen Weisen, die weit hinter den Räumen des Weltalls existieren würden mir mit Sicherheit zustimmen.</p>
<p><strong>Eli:</strong> also ich als Mitglied des Gremiums der zeitlosen Weisen kann dir nur sagen, dass ich es schon recht witzig fand.<br />
<strong>Georg:</strong> was für ein Zufall! Ich bin auch Mitglied.<br />
<strong>Martin:</strong> das gibt&#8217;s jetzt nicht, oder [fasst sich an den Kopf und lacht] &#8230; ich auch!<br />
<strong>Baris:</strong> ich wusste doch, dass ich euch schon vorher irgendwo gesehen habe.<br />
<strong>Sabine:</strong> ha, ich wollte es einfach nicht aussprechen, da ich dachte, dass es sowieso allen klar ist.</p>
<p>Sabine macht eine Power-Rangers artige Handbewegung um damit einen &#8220;Gruß der Eingeweihten&#8221; oder etwas ähnliches anzudeuten. Georg, Martin, Baris und Eli machen es zeitgleich nach.</p>
<p><strong>Alexander abfällig:</strong> ab an die Arbeit! Ich habe jetzt keine Zeit für eure Kindereien.</p>
<p>Eli stellt eine luxuriös aussehende Papiereinkaufstasche auf Georgs Schreibtisch und kramt darin herum. Er zieht eine Box von Ittala heraus und stellt sie vor Georg.</p>
<p><strong>Eli:</strong> Hier, habe ich dir mitgebracht, das ist eine Wasserkaraffe. Die ist wirklich schön gemacht &#8211; schau, das Glas ist gleichzeitig der Verschluss der Karaffe. Hier habe ich auch noch Zitronen mitgebracht &#8211; dann schmeckt es besser und ist auch gesund.<br />
<strong>Georg:</strong> wow, cool &#8211; Danke.</p>
<p>Neidische Blicke der Kollegen prasseln auf Georgs Schreibtisch. Sabine schraubt eine Flasche SchwippSchwapp auf und wundert sich darüber, dass irgendjemand Wasser trinken würde, wenn man auch SchwippSchwapp haben kann. Alexander kommt an den Schreibtisch und begutachtet das Gefäß.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Ah, Ittala &#8211; kenn ich &#8211; ist ganz gut.<br />
<strong>Eli:</strong> Ich will meiner Mutter ein Paket nach Israel schicken und wollte bitten, dass ihr mir vielleicht ein gutes Haarprodukt mitgeben könnt.<br />
<strong>Alexander:</strong> klar, geh mit Georg ins Lager runter und sucht euch etwas aus &#8211; da fällt mir ein, dass Yuri noch Conditioner braucht &#8211; ich komme auch mit.</p>
<p>Auf dem Weg nach unten kommt ihnen Knoppers aus einer ganz anderen Richtung entgegen. Wie es sich herausstellt, war Knoppers gerade in der Pause und hat sich zwei Leberkäsesemmeln gekauft. Eine davon schon fast verzehrt. Gemeinsam gehen alle ins Lager. Als sie die Türe öffnen, weht ihnen direkt ein seltsam anmutender Geruch entgegen, der nicht wirklich an Haarprodukte erinnert. Neben dem Geruch ist noch deutlich ein schnaufendes, sabberndes und quietschendes Geräusch zu hören. Alexander geht mit schnellen Schritten ins Lager hinein und blickt nach rechts in einen der Lagergänge aus dem die Geräusche kommen. Ein markdurchdringender Schrei kommt von Alex &#8211; ein Schrei, der sehr untypisch für ihn ist und bis jetzt noch niemand von ihm gehört hat. Der Schrei wird noch lauter und auch länger von Frau Roggen erwidert.</p>
<p><strong>Frau Roggen während sie sich die Hose (mit viel Kraft) hochzieht:</strong> Oh Gott, oh nein, oh nein, oh Gott &#8230; oh nein &#8230;<br />
<strong>Alexander völlig erstarrt:</strong> was &#8230; was zur Hölle?!<br />
<strong>Herr Rott lachend:</strong> Ja, Alexander. Da kannst du dir eine Scheibe abschneiden.</p>
<p>Georg, Eli, Martin und Knoppers kommen hinzu und sehen noch wie sich Frau Roggen die Bluse mit relativ viel Spannung zuknöpft und Herr Rott seinen Gürtel schließt. Frau Roggen fängt an zu heulen und läuft aus dem Lager.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> das ist wohl das widerlichste was ich je gesehen habe. Ich weiß jetzt, was es bedeutet traumatisiert zu sein.<br />
<strong>Georg:</strong> nicht wirklich, oder? Das ist gerade nicht wirklich passiert?<br />
<strong>Eli zu Georg:</strong> In was für einer Firma arbeitest Du eigentlich?<br />
<strong>Martin lachend:</strong> so hätte ich jetzt die Roggen nicht eingeschätzt<br />
<strong>Herr Rott:</strong> ach ihr seid doch noch alle Kinder. Ein Mann tut, was ein Mann tun muss.</p>
<p>Ohne ein weiteres Wort zu verlieren gehen alle nach oben. Frau Roggen sieht man nur noch von hinten auf ihrem Roller davonbrausen.</p>
<div><strong><br />
</strong></div>
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		<title>Folge 0001 &#124; Prinzenrollen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Niko Papadopoulos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Folge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ein sonniger Bürotag im März, die Vögel zwitschern im Hof und Alexander regt sich gerade fürchterlich über seine Amazon Bestellung  auf. (13 Pakete mit Wanderschuhen &#8211; 12 davon möchte er nach dem Anprobieren wieder zurück schicken) Alexander: Die fallen alle vollkommen unterschiedlich aus. Das kann es einfach nicht sein &#8211; ah, die sehen eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein sonniger Bürotag im März, die Vögel zwitschern im Hof und Alexander regt sich gerade fürchterlich über seine Amazon Bestellung  auf. (13 Pakete mit Wanderschuhen &#8211; 12 davon möchte er nach dem Anprobieren wieder zurück schicken)</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Die fallen alle vollkommen unterschiedlich aus. Das kann es einfach nicht sein &#8211; ah, die sehen eigentlich gar nicht so schlecht aus.</p>
<p><em>Martin lacht</em></p>
<p><strong>Georg:</strong> haha, selten in meinem Leben habe ich hässlichere Schuhe gesehen.<br />
<strong>Alexander:</strong> Halt die Klappe Georg, du hast überhaupt keine Ahnung wovon du eigentlich sprichst. Ich habe das recherchiert. Die Schuhe haben eine klimaaktive Sohle und resorbieren Reibungswärme um die Fußsohlen auf erhöhter Temparatur zu halten, <strong>um</strong> [der Zeigefinger springt nach oben] einer Sohlenzerrung beim Wandern entgegenzuwirken.</p>
<p><em>Alle lachen</em></p>
<p>Alexander grunzt und widmet sich anderen Paaren, während sich Martin und Georg über Sohlenzerrungen lustig machen. Sabine kommt derweilen mit einem Stapel bearbeiteter Korrespondenz in den Raum und entdeckt eine Packung Prinzenrollen auf Alexanders Schreibtisch.</p>
<p><strong>Sabine:</strong> Sind die eigentlich für alle gedacht, da kann ich mir schon eine nehmen, nein?</p>
<p>Sabine freut sich und wendet den Blick nicht mehr von den Prinzenrollen. Sie legt die Korrespondenz ab und bedient sich, ohne auf Alexanders Zustimmung zu warten. Georg bittet Sabine ihm auch einen zu reichen. Alexander merkt bis jetzt noch nichts von seinem Prinzenrollenschwund, da er schwer damit beschäftigt ist sich selbst zu bewundern.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Die sind eigentlich ganz geil, oder?</p>
<p>Mit stolzem Schritt präsentiert er seine Favoriten. Martin wendet seinen Blick kurz von seinem schicken neuen iMac ab, rollt seine Augen und der Blick schweift zurück auf den Bildschirm. Nur Georg scheint nichts mitzubekommen, da er zu beschäftigt ist, sich über Facebook-Chat mit seinen Bekannten auszutauschen.</p>
<p>Eine Unbekannte Person betritt das Büro. Ein Mann mittleren Alters mit Bierbauch, Halbglatze und dicken Brillengläsern.</p>
<p><strong>Unbekannter:</strong> Ja Hallo, ich suche einen Herrn Hahn. Ich habe da ein Anliegen, haben Sie vielleicht eine Idee wo ich Ihn finden kann.<br />
<strong>Alexander:</strong> Sie sprechen mit Ihm &#8211; und Sie sind?<br />
<strong>Unbekannter:</strong> André Schöneberg. Es ist mir sehr unangenehm, Sie unter solchen Umständen kennen zu lernen, aber ich habe soeben beim Einparken eine Schramme in Ihr Auto gemacht.<br />
<strong>Alexander:</strong> Was? Können Sie nicht autofahren? Was meinen Sie mit Schramme.</p>
<p>Alexander schiebt Herrn Schöneberg zur Seite und geht mit schnellen Schritten zum Ausgang in Richtung seines Wagens. Martin und Georg stehen auf und folgen Alexander nach draußen.</p>
<p><strong>Herr Schöneberg noch von weitem:</strong> Es tut mir leid, aber können wir das vielleicht privat regeln? Also, jetzt die Polizei hinzuzuziehen wäre meiner Meinung nicht dringend notwenig. Herr Hahn, ja? Nein? Herr Hahn?<br />
<strong>Alexander:</strong> Sind Sie denn von sämtlichen nur erdenklich guten Geistern verlassen? DAS nennen Sie eine Schramme? DAS nennen Sie eine Schramme?</p>
<p>Alexander, der bereits knallrot angelaufen ist kann sich kaum mehr zurückhalten. Währenddessen kommt Knoppers aus dem Lager und eilt in Richtung Alexander. In Händen hält er ein zerrissenes Stück Papier und er scheint relativ aufgebracht zu sein. Davon bekommt Alexander aber erstmal nichts mit.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Wo haben Sie eigentlich ihren Führerschein gemacht, wenn Sie einen gemacht haben? Können Sie keine Distanzen einschätzen? Ihrem Alter nach müssten Sie ja schon einige hunderttausend Kilometer Fahrpraxis haben. Vielleicht liegt es an der Brille? Also meine Brille ist ja von Bulgari, wohingegen ihre vielmehr aus Bulgarien kommt.</p>
<p><em>Georg kaut an seinen Fingernägeln und ist abwesend.<br />
Martin lacht. </em></p>
<p><strong>Knoppers ausser Atem:</strong> Der Etikettendrucker ist kaputt. Ich hab das aber nicht gemacht. Es druckt nicht mehr richtig, also das System spinnt.</p>
<p><strong>Herr Schöneberg nun sichtlich verärgert mit drohender Stimme:</strong> Das muss ich mir nicht bieten lassen. Es gibt Grenzen Herr Hahn. Grenzen, die Sie gerade überschritten haben. Ich denke ich werde jetzt wohl doch die Polizei rufen.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Sie demolieren meinen Wagen und  drohen mir jetzt die Polizei zu rufen? Bei Ihnen tickt auch nicht mehr alles richtig, oder?</p>
<p>Knoppers wagt sich sichtlich irritiert an Alexander heran und tippt ihm auf die Schulter. Alexander scheint das aber auch nicht wirklich zu bemerken und schüttelt beiläufig Knoppers Hand von sich.</p>
<p><strong>Herr Schöneberg an seinem prähistorischen Motorola-Mobilfunkgerät:</strong> Ja guten Tag Schöneberg hier. Es geht um einen Unfall&#8230;</p>
<p>Alexander begutachtet nun weiterhin, die Delle in seinem Auto, während Knoppers immer noch versucht die Aufmerksamkeit von Alexander auf sich zu ziehen.</p>
<p><strong>Georg:</strong> Das ist jetzt ja schon eher peinlich jetzt so herumzufahren.<br />
<strong>Martin:</strong> Der Dellen-Hahn. Das wird beim nächsten Geschäftsessen, das sicherlich in den nächsten 10-15 Minuten anstehen wird, keinen guten Eindruck machen.<br />
<strong>Georg:</strong> So der potentielle Geschäftspartner &#8220;Der Millionen-Deal ist geplatzt. Wir trauen keinem über den Weg mit Delle&#8221; &#8211; Hahn so &#8220;Das find ich jetzt nicht so prickelnd&#8221; während er an einem Wachtelbein kaut.<br />
<strong>Martin:</strong> Der Wachtel-Hahn.</p>
<p><em>Beide lachen.</em></p>
<p>Alexander bekommt nichts mit, weder von Knoppers, noch von Georg und Martin, da Herr Schöneberg das Gespräch nach dem Telefonat sogleich wieder aufgenommen hat. Währenddessen braust ein rosa Roller mit einer dicklichen Person auf den Parkplatz. Mit schwungvollem Fahrstil wird geparkt, der Helm abgenommen und noch mit dem Helm in beiden Händen die Haare mit einer kreisenden Kopfbewegung durch die Gegend geschwungen.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Herr Haaa-haaahn! Hallihallo! Ach und Herr Winter und Galanis! Guten Tahag!</p>
<p>Georg als auch Martin müssen sich das Lachen verkneifen, als Frau Roggen sich von ihrem Roller schwingt und angetrampelt kommt. Ihre Geisteshaltung und die Körpersprache verraten jedoch, dass sie zutiefst davon überzeugt ist, mit der bezaubernden Ästhetik einer Gazelle am Horizont eines afrikanischen Sonnenuntergangs heran zu tänzeln. Mit gespannten Knöpfen einer offensichtlich zu engen Bluse, einer legginsartigen Jeans und einem zarten, hauchfeinen Film von Schweiß, der den ganzen Körper bedeckt, tritt sie in die Runde.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Was ist denn hier passiert? Oh Herr Hahn, Ihr Wagen ist ja völlig ruiniert? Sind Sie wo gegen gefahren? Oh Gott, oh Gott. Sie müssen auf ihr Karma achten, dann passiert ihnen sowas nicht. Das sieht ja teuer aus. Das Auto haben Sie ja geleast, das wird sicherlich sehr teuer &#8211; ich kann mir gut denken, dass Sie jetzt in der Versicherung hochgestuft werden. Ich fahr ja deshalb Roller. Erstens ist es sportlicher und zweitens spart man sich Zeit einen Parkplatz zu suchen und Kosten.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Guten Tag Frau Roggen, können Sie mir einen großen Gefallen tun und Ihre Ratschläge für sich behalten!?</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Also bitte. Damit wird ihr Karma auch nicht besser, Herr Hahn. Also wirklich.</p>
<p>Frau Roggen joggt sichtlich demotiviert in Richtung Büro, dabei reiben ihre Oberschenkel aneinander und erzeugen ein Geräusch gleich einem lauten Öffnen und Schließen eines Reissverschlusses. Nur Augenblicke darauf fährt ein Polizeiwagen durch den Torbogen der Einfahrt.  Das Auto fährt direkt auf Herrn Schöneberg und Hahn zu und kommt zum Stehen. Ein Polizist und eine dicke Polizisten steigen aus dem Wagen. Alexander richtet seine Aufmerksamkeit direkt auf den Polizisten und ignoriert seine Kollegin.</p>
<p><strong>Alexander:</strong> Hahn, guten Tag. Diese reizende Person hier hat sich überlegt meinen Wagen zu ruinieren. Können Sie das bitte aufnehmen und sich darum kümmern, dass in Zukunft Menschen mit schweren Sehbehinderungen und der Unfähigkeit Abstände einzuschätzen, nicht mehr die Autos und das Leben ungescholtener Bürger gefährden?</p>
<p>Knoppers wird das ganze zuviel und er zieht sich in die Büroräume zurück um dort auf Alexander zu warten. Dort trifft er auf Sabine, die gerade dabei ist weitere Prinzenrollen von Alexander zu klauen. Frau Roggen sitzt an ihrem Schreibtisch und blättert durch einen Ordner und nascht dabei Mini-Winnies. Baris, der die gesamte Zeit über relativ ruhig war, sieht hinüber zu Frau Roggen und kann sich gerade noch selbst davon abhalten, sein Gesicht in eine angewiderte Grimasse zu verzerren, als Frau Roggen ein weiteres Würstchen von der Kette zupft und sich dieses gekonnt in den Mund schnippt. Sie sieht zu Baris hinüber und lächelt.</p>
<p>Baris währendessen im Facebook Chat mit Kosta, der in der Unimensa sitzt und eigentlich lernen wollte:</p>
<p><em><strong>Baris:</strong></em> die Roggen mästet sich gerade wieder mit Würstchen.<br />
<em><strong>Kosta:</strong></em> lol, die ist so krass ätzend, die Alte<br />
<em><strong>Baris:</strong></em> Ich werd mal dem Hahn vorschlagen, Schutzbrillen einzuführen, weil man ja echt Angst haben muss, dass ihr ein Knopf abspringt. Wenn der dann aus Metall sein sollte, könnte das ernsthaft unsere Sicherheit gefährden.<br />
<em><strong>Kosta:</strong></em> ne Ritterrüstung wäre da nicht schlecht<br />
<em><strong>Baris:</strong></em> ok, es geht um dein Leben. Roggen oder Sabine.<br />
<em><strong>Kosta:</strong></em> ganz klar das Leben<br />
<em><strong>Baris:</strong></em> lol dito &#8211; brb Klo</p>
<p>Baris steht auf und geht auf die Toilette. Sabine liebäugelt mit den Prinzenrollen und Frau Roggen hüpft auf ihre Beine und geht nachdenklich und mit einer unerklärlich nervigen Art durchs Büro. Als sie an Baris Arbeitsplatz vorbeikommt, fällt ihr Blick auf sein geöffnetes Facebook Profil. Sichtlich genervt, dass Baris während der Arbeitszeiten Facebook aufruft, geht sie an seinen Computer und möchte Facebook demonstrativ schließen, als ihr Blick auf den Chat mit Kosta fällt. Kurz darauf kommt Baris zurück und sieht eine Frau Roggen mit knallrotem Kopf und einem auf ihn gerichteten, schrecklich vorwurfsvollen Blick bei seinem Arbeitsplatz stehen.</p>
<p><strong>Frau Roggen kreischt ihm entgegen:</strong> Was fällt ihnen eigentlich ein, Sie unverschämter Kerl, solche Beleidigungen über mich zu schreiben? Sind Sie denn noch ganz bei Trost? Ich verspreche Ihnen, dass das Konsequenzen für Sie haben wird. Sie erlauben sich viel &#8211; zu viel. Wenn es nach mir ginge, hätte ich Sie schon längst gefeuert. Hier und jetzt sind Sie zu weit gegangen. Zu weit.<br />
<strong>Baris nun auch an seinem Arbeitsplatz:</strong> Von was sprechen Sie?</p>
<p>Frau Roggen deutet mit einem überspannten Zeigefinger und einer geballten Faust, dass die Knöchel weiss werden auf den Bildschirm und schnaubt. Mittlerweile ist das Hellrot in ihrem Gesicht zu einem Florentiner Rot geworden und die Schweißdrüsen auf der Stirn und in den Achselhöhlen arbeiten auf Hochtouren. Das zarte Schweinchenrosa, das ihre Haut sonst immer ziert, ist gänzlich von ihrem Gesicht verschwunden.</p>
<p><strong>Baris:</strong> Was haben Sie eigentlich an meinem Computer zu suchen und was fällt Ihnen ein meine Privatnachrichten zu lesen?<br />
<strong>Frau Roggen:</strong> Sie wissen genau, dass Ihnen das private Surfen im Internet nicht gestattet ist &#8211; und jetzt muss ich feststellen, dass Sie darüber hinaus noch hochgradig beleidigende Lästereskapaden über ihre Kolleginnen veranstalten&#8230;</p>
<p>Durch den Ärger wird Frau Roggens Mund ganz trocken und ein warmer, intensiver Würstchenhauch weht Baris ins Gesicht. Baris wird sofort leicht übel davon. Sabine nutzt die Gelegenheit um sich weitere Prinzenrollen unter den Nagel zu reißen.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> &#8230; wie können Sie solche Dinge schreiben? Was haben Sie nur für einen Charakter? Also mit ihrem Karma möchte ich nicht tauschen.</p>
<p>Als Frau Roggen das t von tauschen ausspricht, springt ein Würstchenkrümel aus ihre Mund und landet direkt auf der Unterlippe von Baris. Augenblicklich stößt Baris auf und es wird ihm diesmal richtig schlecht. Er muss sich setzen. Alexander, Martin, Georg, die Polizisten und Herr Schöneberg kommen alle relativ aufgebracht ins Büro gestürmt.</p>
<p><strong>Frau Roggen kreischt zu Alexander:</strong> Herr Hahn! Herr Haaahn! Ich kann unter diesen Umständen nicht dieses Arbeitsverhältnis aufrecht erhalten. Ich werde gemobbt. Herr Bayrak mobbt mich.</p>
<p>Herr Hahn entschuldigt sich für einen Moment und kommt zu Baris und Frau Roggen.</p>
<p><strong>Frau Roggen:</strong> Lesen Sie selbst. [sie deutet demonstrativ auf den Facebook Chat]</p>
<p>Alexander liest den Chat und muss laut lachen. Frau Roggen weicht vollkommen schockiert zurück. Baris sitzt mit grünem Gesicht auf seinem Stuhl und hält sich den Bauch. Auch Georg und Martin kommen zu Alex und lesen den Chat. Als dann auch die beiden in schallendes Gelächter ausbrechen, kann Alexander kaum mehr das Lachen unterdrücken und alle drei bekommen einen ausgewachsenen Lachanfall.</p>
<p>Frau Roggen trabt zu ihrem Schreibtisch, packt ihre Sachen in Windeseile zusammen und stürmt aus dem Büro.</p>
<p><strong>Frau Roggen beim Rauspoltern:</strong> Dass muss ich mir nicht bieten lassen. Ich werde mir überlegen, ob ich in diesem Chaos-Büro noch arbeiten möchte. Eindeutig zuviel negative Energien.</p>
<p>&nbsp;</p>
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